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ſchehen, die am Tage ſeines Verſchwindens oder wo man die letzte Nachricht von ihm erhalten hat, ſeine muthmaß⸗ lichen Erben waren; ſie konnen nur den Beſitz jener Guͤter fodern, die dem Abweſenden an dem Tage zugehoͤrten, wo er verreiſte, oder wo die letzten Nachrichten von ihm einge⸗ laufen ſind; endlich muͤſſen ſie fuͤr die Sicherheit ihrer Ver⸗ waltung gehoͤrige Buͤrgſchaft leiſten.
121. Wenn der Abweſende einen Bevollmächtigten zuruͤckgelaſſen hat, ſo können ſeine muthmaßlichen Erben dann erſt dahin antragen, daß die Abweſenheit förmlich erklärt, und ihnen der vorlaͤufige Beſitz eingeraͤumt werde, wenn zehn volle Jahre nach ſeinem Verſchwinden, oder nach den letzten Nachrichten von ihm verfloſſen ſind.
122. Das nämliche gilt, wenn die vom Abweſenden zuruͤckgelaſſene Vollmacht aufhoͤrt*); und in dieſem Falle wird für die Verwaltung ſeiner Guͤter geſorgt, wie im er⸗ ſten Capitel vorgeſchrieben iſt.
123. Wenn die muthmaßlichen Erben den vorlaͤufigen oder einſtweiligen Beſitz erlangt haben, ſo wird das Teſta⸗ ment, wenn eins vorhanden iſt, eroͤffnet. Die Eroͤffnung geſchieht auf das Geſuch der Betheiligten oder auf den An⸗ trag des Staats⸗Prokurators beim Gerichte, und nun koͤn⸗ nen die Legatare**), Geſchenknehmer, ſo wie alle diejenigen, die auf das Eigenthum des Abweſenden ſolche Rechte hat⸗ ten, welche von ſeinem Tode, wie von einer Bedingung ab⸗ hingen, dieſe Rechte ausuͤben, jedoch nur vor der Hand, und unter Leiſtung gehoͤriger Buͤrgſchaft.
124. Wenn unter den Ehegenoſſen eine Gemeinſchaft der Guͤter beſtand, und der Zuruͤckgelaſſene verlangt, daß dieſelbe ferner beſtehe, ſo kann er verhindern, daß jemand einſtweilen in Beſitz geſetzt werde, und diejenigen Rechte ausuͤbe, welche von dem Tode des Abweſenden, wie von einer Bedingung, abhingen. Er kann ferner vorzugsweiſe die Verwaltung der Guͤter des Abweſenden uͤbernehmen
*) 83. B. durch Tod oder ſonſtige Hinderzing des Bevollmächtigten⸗
**) Legatar im engern Sinne iſt derjenige, dem in einem Teſtamen⸗ te oder in einer ſonſt guͤltigen letzten Willensverordnung einzel⸗ ne Sachen oder Summen vermacht ſind. Allgemein und nach unſerm Rechte heißt Legatar ein jeder, der in einem Teſtamente oder einer letzten Willensverordnung auf irgend eine Weiſe be⸗ dacht worden⸗
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