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Verhaͤltniſſe kommt, wodurch er Rechte erwirbt, deren Umfang er kennen muß, und wodurch er Verpflichtungen uͤbernimmt, uͤber welche er um ſo weniger in Ungewißheit bleiben kann, als er ſie ohne Nachtheil, und oft auch ohne ſich der Strafe auszuſetzen, nicht unerfuͤllt laſſen darf.
Die Verlagshandlung glaubt daher den Bewoh⸗ nern der preußiſchen Rheinlande und Allen denjenigen, die ein gleiches Intereſſe mit ihnen haben, einen nicht unwichtigen Dienſt zu erzeigen, wenn ſie eine zweite Auflage der von dem Advokat⸗Anwalte Herrn Juſtiz⸗ rath Cremer beſorgten Ueberſetzung des buͤrgerlichen Geſetzbuches der Franzoſen veranſtalte, und ſie meint den rechten Zeitpunkt nicht zu verfehlen, wenn ſie mit dieſem Unternehmen eben jetzt hervortritt, weil in die⸗ ſem Augenblick die beſſern Ueberſetzungen dieſes hoͤchſt wichtigen Buches theils gaͤnzlich, theils bis auf wenige Exemplare aus dem Buchhandel verſchwunden ſind.—
Ueber den Werth der Cremer'ſchen Ueberſetzung etwas zu ſagen, erſcheint ſehr uberfluͤſſig; das Publi⸗ kum hat längſt daruber geurtheilt; ſie hat ſich bewaͤhrt gefunden, denn ſie iſt richtig im weiteſten Sinne des Worts, ſie iſt in einer allgemein verſtaͤndlichen Spra⸗ che geſchrieben, und es unterliegt keinem Zweifel, daß ſie eine Vergleichung mit den beſten andern Ueber⸗ ſetzungen nicht zu fuͤrchten braucht, zumal gegenwaͤrtig, wo ſie nach dem neueſten offiziellen Texte ſorgfaͤltig verbeſſert und mit einem Inhaltsverzeichniſſe und einem moöͤglichſt vollſtäͤndigen alphabe⸗ tiſchen Regiſter vermehrt worden iſt.—
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