ihr Recht, in die Ordnung zu kommen, die ihnen zuſteht, ſo lange der neue Erwerber den Preis nicht bezahlt hat, oder ſo lange die unter den Glaͤubigern gemachte Ordnung nicht gerichtlich beſtaͤtigt iſt.
2199. In keinem Falle koͤnnen die Hypothekenverwah⸗ rer die Eintragung der Contracte, wodurch eine Veraͤnde⸗ rung mit dem Eigenthum vorgeht, die Einſchreibung der Hypothekenrechte, oder die Ausſtellung der gefoderten Be⸗ ſcheinigungen, verweigern oder aufſchieben, unter Strafe die Theile zu entſchaͤdigen. Und um ſolche Weigerung oder Aufſchub zu beſcheinigen, kann der nachſuchende Theil auf der Stelle ein Protokoll daruͤber anfertigen laſſen, und zwar entweder von einem Friedensrichter, oder von einem Audienz⸗ Gerichtsboten, oder von einem Notar in Beiſtand zweier Zeugen.
2200. Ueberdies ſind die Hypothekenverwahrer gehal⸗ ten, ein Regiſter zu fuͤhren, worauf ſie von Tag zu Tag und der Zahlenfolge nach bemerken, wie ihnen ein Act, wo⸗ durch das Eigenthum uͤbergeht, zur Eintragung, oder ein Verzeichnißzettel zur Einſchreibung, uͤbergeben wird. Sie ſtellen dem nachſuchenden Theile einen Schein auf geſtem— peltem Papier zu, worauf ſie die Nummer des Regiſters bemerken, in welchem die Einhaͤndigung eingeſchrieben wor⸗ den, und ſie koͤnnen die Acte, wodurch mit dem Eigenthum eine Veraͤnderung vorgeht, nicht in die dazu beſtimmten Buͤ⸗ cher uͤbertragen, noch die Verzeichnißzettel darauf einſchrei⸗ ben, als nach dem Datum und nach der Ordnung, worin ſie ihnen eingehaͤndigt worden ſind.
2201. Alle Buͤcher der Hypothekenverwahrer werden auf geſtempeltem Papier gefuͤhrt, und von einem Richter des Gerichts, in deſſen Bezirke die Hypothekenkammer ſich befin⸗ det, auf jeder Seite mit Bemerkung der erſten und letzten numerirt und mit ſeinem Handzuge verſehen. Sie, ſo wie die Einregiſtrirungsbuͤcher werden jeden Tag abgeſchloſſen.
2202. Nach den im gegenwaͤrtigen Capitel enthalte⸗ nen Verfuͤgungen muͤſſen die Hypothekenverwahrer ſich bei ihrer Amtsfuͤhrung richten, unter Strafe einer Geldbuße von zweihundert bis zu tauſend Franken fuͤr die erſte Ueber⸗ tretung, und der Abſetzung fuͤr die folgende Uebertretung; ohne Nachtheil der Schadloshaltung der Theile, welche vor der Geldbuße bezahlt wird.


