fallen, und von der Art ſind, daß ſich vermuthen laͤßt, der Ankaͤufer wuͤrde nicht gekauft haben, wenn er ſie ge⸗ kannt haͤtte, und ſolche Grundgerechtigkeiten beim Con⸗ trakte nicht ſind angegeben worden: ſo kann der Ankaͤufer die Aufhebung deſſelben fordern, wofern er ſich nicht lie— ber mit einer Entſchaͤdigung begnuͤgen will.
1639. Alle andern Fragen in Betreff der Schadlos⸗ haltung, welche der Ankaͤufer etwa aus dem Grunde for⸗ dern kann, weil der Kaufcontrakt nicht erfuͤllt worden, muͤſſen nach den allgemeinen Regeln entſchieden werden, die im Titel von den Contrakten und den Ver⸗ bindlichkeiten, welche aus Verabredungen uͤber⸗ haupt entſpringen, feſtgeſetzt ſind.
1640. Der Verkaͤufer iſt wegen der Eviction zu kei⸗ ner Vertretung mehr gehalten, wenn ſich der Ankaͤufer durch ein Urtheil in letzter Inſtanz, oder wogegen die Be— rufung nicht mehr zulaͤſſig iſt, hat verurtheilen laſſen, oh— ne ſeinen Verkaͤufer vorzuladen, wenn dieſer beweiſet, daß Gruͤnde vorhanden waren, welche die Klage wuͤrden ab⸗ gewieſen haben, wenn ſie vorgebracht worden waͤren.
§. II. Von der Gewaͤhr der Maͤngel der verkauften Sache.
Art. 1641. Der Verkaͤufer iſt ſchuldig, dem Ankäu⸗ fer Gewaͤhr zu leiſten, fuͤr alle verborgenen Maͤngel der verkauften Sache, die ſie fuͤr den Gebrauch, wozu man ſie beſtimmt, unſchicklich macht, oder die dieſen Gebrauch ſo vermindern, daß der Kaͤufer ſie entweder nicht an ſich gebracht, oder doch nur einen geringern Preis dafuͤr wuͤr⸗ de gegeben haben, wenn er ſie gekannt haͤtte.
1642. Hingegen braucht der Verkaͤufer die Maͤngel nicht zu vertreten, die in die Augen fallen, und wovon ſich der Ankaͤufer ſelbſt uͤberzeugen konnte..
1643. Er haftet fuͤr die verborgenen Maͤngel wenn er ſie ſchon ſelbſt nicht gekannt hat; es ſey denn, daß er ſich in dieſem Falle ausbehalten habe, daß er keine Ge⸗ waͤhrleiſtung uͤbernehmen wolle.
1644. In den Faͤllen der Art. 1641 und 1643 hat der Ankaͤufer die Wahl, ob er die Sache zuruͤckgeben, und


