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der Beſchwerte anlegen, und zwar in einer Friſt von ſechs Monaten, von dem Tage an gerechnet, wo das Inventarium geſchloſſen worden.
Nach Befinden kann dieſe Friſt verlaͤngert werden.
1066. Nicht weniger iſt der Beſchwerte gehalten, die Gel⸗ der anzulegen, die nachher auf Forderungen, oder durch Ein⸗ loͤſung von Renten eingehen. Dieſe muß er ſpaͤteſtens in drei Monaten nach ihrem Empfang anllgen..
1067. Die Anlegung geſchieht ganz ſo, wie ſie der Verfuͤgende vorgeſchrieben hat, falls er die Art der Effecten beſtimmt hat, worin ſie geſchehen ſoll; im entgegengeſetzten
Falle kann ſie nur in unbeweglichen Guͤtern oder in Hypo⸗ theken auf ſolche Guͤtor aod(ahae⸗
Wegen der mit dem buͤrgerlichen Geſetzbuch zugleich unternommeuen Herausgabe des Handels⸗ geſetzbuches hat ſich der Druck des erſtern ver⸗ zögert und in dieſem Jahr nicht beendigt werden koͤnnen. Die Verlagshandlung wird es ſich jedoch angelegen ſeyn laſſen die noch fehlenden zwei Hefte
des gegenwaͤrtigen Geſetzbuches nunmehr baldigſt ab⸗ zuliefern.
Ruufrun unf upirurien, oie gegen Hypothek auf unbe⸗ wegliche Guͤter geſchoſſen ſind, durch Einſchreibung auf die Guͤter, worauf die Hypothek beruht.
1070. Iſt die vorgemeldete Einſchreibung ſolcher Ver⸗ fuͤgungen unterlaſſen worden, ſo koͤnnen ſowohl Glaͤubiger, als ein dritter Erwerber, dieſen Abgang als gegruͤndete Ein⸗ rede ſelbſt Minderjaͤhrigen oder Unterſagten entgegenſetzen. Letztern bleibt jedoch ihr Regreß gegen den Beſchwerten und gegen den fuͤr die Vollziehung ernannten Vormund offen. Aber in keinem Falle koͤnnen Minderjaͤhrige oder Unterſagte gegen den Abgang einer ſolchen Einſchreibung in den vorigen Stand geſetzt werden, ſelbſt dann nicht, wenn der Beſchwerte und der Vormund zu zahlen unvermoͤgend waͤren.
1071. Wenn auch bewieſen wuͤrde, daß die Glaͤubiger oder dritte Erwerber von der Verfuͤgung auf irgend einem 16—


