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Ueber den Code Napoleon und dessen Einführung in Deutschland / Von August Wilhelm Rehberg, Königlich Grossbrittanischen Hofrathe und Mitgliede der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
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gerechtigkeiten, Unbilligkeiten, Uebervortheilun⸗ gen, herbeyfuͤhren. Denn wie viele Verhandlun⸗ gen haben nicht in Beziehung, auf geſetzliche Be⸗ ſtimmungen, auf Ereigniſſe die nach denſelben beurtheilt worden ſind, auf abgeurtheilte, alſo fur beendigt anzuſehende Dinge, ſtatt gefunden! Man moͤgte die Zeiten der unrechtmaͤßigen Herr⸗ ſchaft aus dem Buche des Schickſals ausloͤſchen; alles fuͤr nicht geſchehen erklaͤren; und da an⸗ knupfen, wo der rechtmaͤßige Zuſtand aufgehoͤrt hat. Aber das Geſchehene kann doch nicht durch den Willen des Menſchen ungeſchehen gemacht werden. Er muß wohl dulden, was die Vorſe⸗ hung des Schoͤpfers hat geſchehen laſſen. Die Folgen koͤnnen durch weiſe und kraͤftige Einwir⸗ kung der Menſchen modificirt, aber nicht ver⸗ nichtet werden. Eine erſte Begebenheit, eine gerichtliche Entſcheidung dadurch eine Sache been⸗ digt worden, iſt als feindliche Gewaltthaͤtigkeit anzuſehen, und der Verluſt den ſie im Wider⸗ ſpruche mit rechtmaͤßigen und unterdruͤckten Ge⸗ ſetzen nach ſich gezogen, muß als Kriegsſchaden getragen werden. Wer koͤnnte den Faden des gan⸗ zen Gewebes verwickelter Folgen aufloͤſen, und je⸗

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