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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
448
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448 Anhang.

kennt, ein Regiſter gehalten werden, worin ſie die Geburts⸗, Heiraths⸗ und Sterbe-Urkunden ihrer Pfarrkinder aufzu⸗ zeichnen haben.

Art. 2. Dieſe Regiſter muͤſſen doppelt gehalten, und von dem Praͤſidenten des zunaͤchſt gelegenen Tribunals auf dem erſten und letzten Blatte mit der Seitenzahl, auch jedes Blatt mit deſſen Hand- oder Namenszuge verſehen werden.

Art. 3. Alle Prediger und Geiſtlichen muͤſſen ſich in Ruͤckſicht der Fuͤhrung dieſer Regiſter des Civilſtandes nach den Vorſchriften des zweyten Titels des erſten Buches des Geſetzbuches Napoleons richten.

Art. 4. Es ſoll gleichfalls in jedem Kirchſpiele, gleich⸗ viel zu welcher Religion es ſich bekennt, ein doppeltes Re⸗ giſter uͤber die Bekanntmachung der Heiraths⸗Aufgebote in Gemaͤßheit des 63 ſten Artikels des Geſetzbuches Napoleons eroͤffnet und gefuͤhrt werden.

Art. 5. Die Catholiken, Lutheraner und Reformirten brauchen ſich nicht mehr in Ruͤckſicht der Urkunden des Civilſtandes vor anderen, als ihren Predigern, zu ſtellen.

Art. 6. Die catholiſchen Geiſtlichen ſollen die urkunden des Civilſtandes in lateiniſcher Sprache, wie es in Teutſch⸗ land in den meiſten catholiſchen Kirchſpielen gebraͤuchlich iſt, aufnehmen. Die uͤbrigen nicht catholiſchen Prediger ſollen die Urkunden des Civilſtandes in der Landes⸗ oder tentſchen Sprache abfaſſen.

Art. 7. Unſer Miniſter der Juſtiz und des Innern iſt mit der Vollziehung des gegenwaͤrtigen Decrets beauftragt⸗

Gegeben in Unſerm koͤniglichen Pallaſte zu Caſſel, den 22ſten Januar 1808, im zweyten Jahre Unſerer Regierung⸗

Zierʒu gehoͤrt auch noch folgender