s 1. Buch. I. Tit. Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte.
15. Einen Franzoſen kann man vor einem Gerichte in Frankreich wegen Verbindlichkeiten belangen, welche er in einem fremden Lande, ſelbſt mit einem Fremden, eingegangen hat.
16. Ohne Unterſchied der Gegenſtände, nur Handlungs⸗ Sachen ausgenommen, iſt der Fremde, der als Klaͤger auftritt, verbunden, für den Erſatz der durch den Prozeß verurſachten Koſten, Schäden und entbehrten Vortheile Bürgſchaft zu leiſten, es ſey dann, daß er Immobilien in Frankreich beſitze, die einen hinreichenden Werth haben, um dieſe Zahlungen ſicher zu ſtellen.
Zweytes Capitel. Von dem Verluſte der Civil⸗Rechte.
Erſter Abſchnitt.
Von dem Verluſte der Civil⸗Rechte, in ſo fern er aus dem Ver⸗ luſte der rechtlichen Eigenſchaft eines Franzoſen entſteht.
17. Man hört auf ein Franzoſe im rechlichen Sinne zu ſeyn.: 1) durch die in einem fremden Lande er⸗ langte Naturaliſation; 2) durch eine von dem Kaiſer nicht
Art. 1. Jedes condemnatoriſche Urtheil, welches zu Gunſten eines Franzoſen gegen einen Fremden erlaſſen wird, der in Frank⸗ reich kein Domicil hat, kann mittelſt des perſönlichen Arreſtes vollzogen werden.
2. Vor der Verurtheilung kann der Präſident des Gerichtes der erſten Inſtanz des Bezirkes, in dem der nicht domieilirte Fremde ſich aufhält, wenn die Schuld ſchon verfallen iſt, oder eingefordert werden kann, auf Anſtehen des franzöſiſchen Gläubigers, ſeine proviſoriſche Verhaftung verordnen, wenn hinlaͤngliche Urſachen hiezu vorhanden ſind.
3. Die proviſoriſche Verhaftung hat nicht Statt, oder hört auf, wenn der Fremde beweiſt, daß er auf dem franzöͤſiſchen Gebiethe ein Handlungs⸗Etabliſſement oder Immobilien von einem hinrei⸗ chenden Werthe beſitzt um die Zahlung der Schuld zu ſichern, oder wenn er als Bürgen eine in Frankreich domicilirte Perſon ſtellt, deren Zahlungskähigkeit auerkannt iſt.


