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Gesetzbuch Napoleons / nach dem officiellen Texte übersetzt von Daniels, Substituten des kaiserlichen General-Procurators bey dem Cassations-Hofe in Paris
Entstehung
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5 1. Buch 1. Tit. Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civil⸗Rechte.

8. Jeder Franzoſe ſoll der Civil⸗Rechte genießen.

9. Wer in Frankreich von einem Fremden geboren iſt, iſt berechtigt, in dem Jahre, welches auf den Zeitpunct ſei ner Volljährigkeit folgt, die rechtliche Eigenſchaft eines Fran zoſen in Anſpruch zu nehmen; nur muß er alsdann, wenn er in Frankreich ſich aufhält, erklaͤren, daß er daſelbſt ſein Do⸗ micil aufzuſchlagen gedenke, und wenn er in einem fremden Lande ſich aufhaͤlt, das Verſprechen von ſich geben, daß er ſeinen Wohnſitz in Frankreich aufſchlagen will, und in einem Jahre nach gemachtem Verſprechen ſich wirklich dort niederlaſſen.

10. Jedes Kind, das in einem fremden Lande von einem Franzoſen geboren wird, iſt ein Franzoſe.:

Jedes Kind, das in einem fremden Lande von einem Franzoſen geboren iſt, der die rechtliche Eigenſchaſt eines

3. Ein Fremder wird franzöſiſcher Staatsbürger, wenn er nach zurückgelegtem 21. Jahre ſeine Abſicht ſich in Frankreich niederzu⸗ laſſen erklaͤrt hat, und zehn Jahre lang nacheinander daſelbſt wohn⸗ haft geblieben iſt.

N. V. Senatus⸗Conſultum vom 19. Februar 1808.

Art. 1. Die Fremden, welche dem Staate vichtige Dienſte leiſten werden, oder geleiſtet haben, oder Talente, Erfindungen und eine nützliche Induſtrie in ſeine Mitte bringen, oder große Etabliſſe⸗ mente errichten, koͤnnen zum Genuſſe des franzöſiſchen Staatsbürger⸗ Rechtes zugelaſſen werden; wenn ſie ihr Domicit ein Jahr lang in Frankreich gehabt haben.

a. Dieſes Recht wird ihnen durch ein beſonderes Deeret er theilt, welches auf den Bericht eines Miniſters nach Auhörung des Staats⸗Rathes erlaſſen wird.

3. Wer dieſes Recht erhaͤlt, dem wird eine Ausfertigung dieſes Derretes, mit dem Viſa des Groß⸗Richters Juſtitz Miniſters ver⸗ ſehen, ertheilt.

4. Mit dieſer Ausfertigung verſehen hat ſich der Impetrant vor die Municipalitaͤt ſeines Domieils zu ſtellen, um daſelbſt den Eid des Gehorſams den Conſtitutionen des Reichs und der Treue dem Kaiſer zu ſchwören. Ueber dieſe Eidesleiſtung ſoll Regiſter gefuͤhrt und ein Verbal⸗Prozeß aufgeſetzt werden.