Druckschrift 
Napoleons I. Kaisers von Frankreich, Königs von Italien und Beschützers des Rheinbundes Civilgerichtsordnung des Französischen Reichs / Nach der neusten officiellen Ausgabe verdeutscht ; und, nebst den von dem Französichen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelstellen des ältern Französischen und Römischen Rechts, auch seinen eigenen Bemerkungen ; herausgegeben von Christian Daniel Erhard
Entstehung
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Von Vorladungen. 4 2

6. Alle Berlabungöufkunbii můffli zu dit Perſon oder in deren Wohnort iſtnüftt werden. tifft aber der Gerichtsbote weder die, Paitheh, noch ſemand von den Verwandten, oder dein Hausſinde ſu Halfe! ſo ſielft et die Abſchrift ſofort einem Nachbar zu, der ſich aüf das Original unterzeichnet. Kann dieſer Nachbär nicht unter⸗ zeichnen oder will er es nicht: ſo ſtellt der Gerichtsbote die Abſchrift dem Maire der Gemeinde oder deſſen Ad⸗ junct. zu, der das Hriginal koſteüfred viſirt. Dieß alles bemerkt der Gerichtsbote, ſowohl auf dem Hriginate, als auf der Abſchrift(der Vorfadungsurkunde). 85

69. Die Ladung wird inſinuirt:

) dem Staate, wenn von Erittſiln und Rechten der Staatsgůter(domaines et äröits dowauf. aun) die Rebe iſt, in der Perſon des Pifects des 2 Si⸗ partements, wo der Gerichtshof liegt, bey welchein vie Klage in erſter Inſtanz angebracht werden ſoll, oder in die Wohnung des Praͤfects;

2) dem öffentlichen Schatze in dor vſei bes Ugenten deſſelben oder in deſſen Epebitiot; Sfntlichen Verwaltungen öder Anſtafteh in ihie Erpeditionen an dem Brte, wo ſich der Hauptſit der Verwaltung befindet; an andern Orten aber an die Per⸗ ſon oder in die Erpedition des Geſchaͤftsfuͤhrers;

dem Kaiſer wegen ſeiner Veſitzungen in der Per⸗ ſon des kaiſerlichen Anwalds des Bezirks, wo ſie liegen;

5 den Geueinen in ter Perſon boet i ie Voh⸗

Strafgeſebe kelne ausdehnende Auslegung leiden;(o war dieſer Axtlkel auf keine andernals auf die Zufertigingen der Vorla⸗ dungen anwendbar, biß in ber neuen Zarordni ug Art 66. ader Zweifel gehoben ward⸗ weit dort den Kichtite biy Strafe der Abſetzung anbefohlen wird, unter jedes Bi ihindl ühd umter

ijede der bey ihrem Amte orommnbe Anvferigljti⸗ die Ge⸗ bührei dafüt anzuſehen.

(¹) Ordonn. v. 1667. Lit. II. Art. 3. u 4. o. Donicil f. 7 6 de ingolis er Lk Auis hab. 03