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Land-Recht für das Großherzogtum Baden, nebst Handelsgesetzen
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12
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12 I. B. I. T. Genuß u. Verluſt d. bürgerl. Rechte.

26. a. Für eine im Bildniß vollzogene Strafe gilt die Schlagung des Namens an den Galgen, oder die Verkündung des Urthels ſtatt Vollzugs in den geeigneten Landesblättern.

27. Die Verurtheilungen der ungehorſam Ausbleiben⸗ den wirken den buͤrgerlichen Tod erſt nach Ablauf der naͤchſten fuͤnf Jahre nach Vollzug des Urtheils im Bildniß. In der Zwiſchenzeit darf der Verurtheilte ſich noch ſtellen.

Diejenigen, die als Ungehorſam Ausgebliebene ver⸗ urtheilt ſind, bleiben waͤhrend jener fuͤnf Jahre, oder bis ſie inzwiſchen ſich ſtellen, oder in Verhaft genommen wer⸗ den, von der Ausuͤbung der buͤrgerlichen Rechte ausge⸗ ſchloſſen.

Die Verwaltung ihrer Guͤter und die Ausuͤbung ihrer Rechte richtet ſich nach dem Geſez uͤber Abweſende.

29. Wenn derjen nige, der als ungehorſam Ausgebliebe⸗ ner rtzeit wird, ſich in fuͤnf Jahren, von dem Tag des helhee Vollzugs zu rechnen, freywillig ſtellt, oder in die ſer Zwiſchenzeit ergriffen und verhaftet wird, ſo iſt das urtgeil hierdurch kraft Geſezes unkraͤftig geworden; der Angeklagte ſoll in den Beſiz ſeiner Guͤter wieder eingeſezt, und aufs neue gerichtet werden: wuͤrde er durch dieſen neuen Rechtsſpruch zu der vorigen, oder auch zu einer an⸗ dern Strafe, die gleichfalls den buͤrgerlichen Tod nach ſich zieht, verurtheilt, ſo ſoll dieſe nur von dem Tag an ſtatt ha⸗ ben, aa welchem das zweyte Urtheil vollzogen wurde.

30. Wenn derjenige, der als ungehorſam ausgeblie⸗ ben, verurtheilt war, ſich erſt nach fuͤnf Jahren ſtellt, oder zur Haft gebracht, und nun durch das neue Urtheil