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Land-Recht für das Großherzogtum Baden, nebst Handelsgesetzen
Entstehung
Seite
8
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3 1. B. I. T. Genuß u. Verluſt d. bürgerl. Rechte.

15. Der Fremde, dem der Staatsherrſcher erlaubt, ſeinen Wohnſiz im Land aufzuſchlagen, ſoll, ſo lang er daſelbſt wohnt, aller buͤrgerlichen Rechte genieſſen.

14. Der Fremde, auch wenn er auswaͤrts ſich wieder aufhaͤlt, kann vor die inlaͤndiſchen Gerichte geladen wer⸗ den, um Verbindlichkeiten zu erfuͤllen, die er im Land ge⸗ gen einen Inlaͤnder uͤbernommen hat. Er kann ebenfalls vor inlaͤndiſche Gerichte wegen ſolcher Verbindlichkeiten gezogen werden, die er in einem fremden Lande gegen ei⸗ nen Inlaͤnder eingegangen hat.

15. Ein Inlaͤnder kann im Land vor Gericht gezo

gen werden, wegen Verbindlichkeiten, welche er in einem fremden Land, ſelbſt mit einem Fremden eingegangen hat.

16. Jeder fremde Klaͤger muß ohne Unterſchied der

Gegenſtaͤnde,(Unur Handlungsſachen ausgenommen] fuͤr

den Erſaz der Prozeßkoſten, auch fuͤr etwaige Entſchaͤdi⸗

gung Sicherheit ſtellen, es ſey dann, daß er Liegenſchaften

im Land beſize, deren Werth dieſe Zahlungen ſicher ſtellt.

Zweytes Kapitel.

Von dem Verluſt der buͤrgerlichen Rechte.

Erſter Abſchnitt.

Von dem Verluſt der buͤrgerlichen Rechte, in ſoweit er aus dem Verluſt der rechtlichen Eigenſchaft eines Inlaͤnders entſteht.

17. Man hoͤrt auf, Inlaͤnder zu ſeyn:

g;··