Teil eines Werkes 
Zweites Stück (1808)
Entstehung
Seite
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deßwillen von Mehrern geſchaͤtzt werden duͤrfte, weil

durch die angefuͤhrte Beſtimmung derſelben die richter⸗⸗

liche Willkuͤhr, in die ſich der an beſtimmte Vorſchrif⸗ ten gewoͤhute deutſche Richter am wenigſten findet, ausgeſchloſſen wird, ſo kann es doch auf der andern Seite wohl nicht gefallen, daß neben dem Originaltexte

des C0de auch der bei Keil in Coͤln erſchienenen deut⸗

ſchen Ueberſetzung gewiſſermaßen Geſetzeskraft ertheilt worden iſt. Der Grund, daß die Deutſchen der fran⸗ zoͤſiſchen Sprache nicht gelaͤufig genug waͤren, kommt wahrlich doch nicht in Betracht. Soll der Code Na- poléon in einem deutſchen Staate Geſetzeskraft erhal⸗

ten, ſo iſt nicht abzuſehen, warum der Juriſt nicht

eben ſo gut angehalten werden ſoll, ſich mit der fran⸗ zoͤſiſchen Sprache hekannt zu machen, als er die latei⸗ niſche Sprache ſich bisher bei dem roͤmiſchen Recht an⸗ eignen mußte. Nie wird man ohne Kenntniß der

franzoͤſiſchen Sprache in den Geiſt des Code Napo-

léom eindringen, eben ſo wenig, als man ohne Kennt⸗ niß der lateiniſchen in den Geiſt des roͤmiſchen Rechts einzudringen vermag. au 1gril lle lan

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Von den Schriften, welche die Frage eroͤrtern:

Ob die Einfuͤhrung des Code Napoléon

iſtden Staaten des Rheinbundes zutraͤg⸗

lich ſei? iſt ohne allen Zweifel die wichtigſte, welche

in dem Fournalt Der rheini ſ e Bund, von P.

A. Weinkonn, neuntes Heft, Seite 49 abge⸗

druckt ſteht. Dawider iſt in eben dieſem Ihurnal, ſechszehites Heft, Seiten i folg. eine ſogenannte

Quaſipruͤfung erſchienen, welcha es wohl Verdient,

von denjenigen geleſen und beherzigt, zu werden, iwel⸗ che in der Einfuͤhrung des Code Napoléon den Un⸗

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