Teil eines Werkes 
Erstes Stück (1808)
Entstehung
Seite
77
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77 ,, dachten Artikel des Code das fruͤhere Geſetz ans den Discuſſionen uͤber das ſpaͤtere, ſo faͤllt das Reſultat dahin aus:

daß außer dem Fall der Entfuͤhrung zwar keine eigentliche Recherche der Paternitaͤt geſchehen darf, daß jedoch der Richter, wenn ſich bei der Recher⸗ che der Maternitaͤt,(die nach dem Code ex officio zu veranſtalten iſt,) ſolche Thatſachen ergeben, daß man eben ſo gut, wie bei der Entfuͤhrung, jemanden als Vater annehmen kann, gegen ihn auf Alimen⸗ tation des Kindes erkennen koͤnne.

Dabei verſteht es ſich von ſelbſt, daß der angebli⸗ che Schwaͤngerer uͤber dieſe Thatſache vernommen und

gehöͤrt werden muß, ſo wie bei dem Fall der Entfuͤh⸗

rung gleichfalls üͤber die Thatſachen, aus welchen die Pa⸗ ternitaͤt praͤſumirt wird, erſt ſeine Vernehmung geſche⸗ hen muß. Daß das hierher gehoͤrige Verfah⸗ ren von der eigentlichen Erforſchung der Paternitaͤt himmelweit unterſchieden ſei, bauchr wohl nicht erſt den Juriſten geſagt zu werden.

Wohl aber duͤrfte es noͤthig ſeyn, die Ri chter noch auf die Faͤlle aufmerkſam zu machen, wo die Voraus⸗ ſetzung des Erkenntniſſes auf Alimentarion der unehe⸗ lichen Kinder eintreten kann. Dieſe wuͤrden ſeyn:

11) Der im Geſetz ſelbſt enthaltene Fall der Ent⸗

uͤhrung.

2) Der, wo jemand mit einer Frauensperſon als

eigentlicher Concubine oder Beiſchlaͤferin noto⸗ riſch gelebt hat.

35 Wo durch Zeugen die Handlung des Beiſchlafs dargethan, oder bereits zugeſtanden worden iſt, vorausgeſetzt, daß dier, 7 mie bei der Enrfuͤhrung,