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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
450
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4⁵⁰ Anhang.

Art. 14. Der buͤrgerliche Zuſtand der Juden ſoll in jeder Gemeinde, vom iſten May d. J. an, von dem Maire, und in deſſen Wndnnn von dem Adjuncten in Gewißheit geſetzt weysen.

Das Conſiſtorium und die Rabbiner haben, in Ueberein⸗ ſtimmung mit der buͤrgerlichen Autoritaͤt, daruͤber zu wachen, daß die juͤdiſchen Familien die Geburts⸗, Ehe⸗ und Sterbe⸗ Urkunden, den Vorſchriften des Geſetzbuches Napoleons gemaͤß, von dieſen Beamten aufnehmen laſſen.

Die Maires und Adjuncten haben ſich, in Hinſicht der Fuͤhrung der Regiſter und der Aufnahme der Urkunden, nach den Vorſchriften des Geſetzbuches Napoleons und Unſers Decrets vom 22ſten Januar d. J. zu richten.

Art. 15. Innerhalb drey Monate, von der Publika⸗ tion des gegenwaͤrtigen Decrets an gerechnet, ſollen alle Juden dem Namen, unter welchem ſie bekannt ſind, einen Beynamen hinzufuͤgen, welcher der Unterſcheidungsname ihrer Familie werden ſoll; ſie muͤſſen denſelben bey der Mu⸗ nicipalitaͤt ihres Wohnortes eintragen laſſen, und duͤrfen ihn, weder ſie, noch ihre Kinder, bey Strafe der Namensver⸗ faͤlſchung, ohne Unſere Erlaubniß nicht veraͤndern.

Die Maires haben darauf zu achten, daß ſie weder Namen von Staͤdten, noch ſolche, welche bekannten Fami⸗ lien zugehoͤren, annehmen.

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Gegeben in Unſerm koͤniglichen Pallaſte zu Caſſel, den zaſten Maͤrz im Jahre 1808, und im zweyten Unſerer Regierung.