I. Buch. 6. Titel. 2. Cap, 47
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Gerichte, auf den Vortrag des Praͤſidenten oder des ihn vertretenden Richters, und auf den Antrag des koͤniglichen Procurators, die Erlaubniß, den Beklagten vorzuladen, entweder ertheilt oder noch ausgeſetzt. Dieſer Aufſchub darf nicht uͤber zwanzig Tage dauern.
241. Wird von dem Gerichte jene Erlaubniß ertheilt, ſo laͤßt der Klaͤger den Beklagten auf die gewoͤhnliche Weiſe vorladen, um binnen der geſetzlichen Friſt perſoͤnlich in der bey verſchloſſenen Thuͤren zu haltenden Gerichtsſitzung zu erſcheinen; auch muß er eine Abſchrift der Eheſcheidungs⸗ Klage und der beygebrachten Beweisſtuͤcke der Vorladung voranſetzen laſſen.
242. Beym Ablaufe der Friſt ſoll der Klaͤger, auch wenn der Beklagte nicht erſcheint, in eigener Perſon, und, wenn er es fuͤr gut findet, von einem Rathgeber begleitet, die Gruͤnde ſeiner Klage vortragen oder vortragen laſſen, hier⸗ auf die Beweisſtuͤcke wieder vorlegen, und die Zeugen benen⸗ nen, welche er abhoͤren laſſen will.
243. Erſcheint der Beklagte in Perſon oder durch einen Bevollmaͤchtigten, ſo kann er ſeine Bemerkungen, ſowohl uͤber die Gruͤnde der Klage, als uͤber die vom Klaͤger vor⸗ gelegten Beweisſtuͤcke und die von demſelben vorgeſchlage⸗ nen Zeugen, ſelbſt vortragen oder vortragen laſſen. Auch der Beklagte benennt ſodann von ſeiner Seite die Zeugen, die er abhoͤren laſſen will, und uͤber welche der Klaͤger gegenſeitig ſeine Bemerkungen macht.
244. Ueber das Erſcheinen, die Aeußerungen und Bemer⸗ kungen der Parteyen, ſo wie uͤber die von dem einen oder dem andern Theile erfolgenden Eingeſtaͤndniſſe, wird ein Protocoll aufgenommen. Dieſes Protocoll ſoll den Parteyen vorgeleſen, und es muͤſſen dieſe aufgefordert werden, daſſelbe zu unterſchreiben; auch muß ihrer Unterſchrift oder ihrer Erklaͤrung, nicht unterſchreiben zu koͤnnen oder zu wollen, ausdruͤckliche Erwaͤhnung geſchehen.
245. Das Gericht verweist hierauf die Parteyen zur oͤffentlichen Gerichtsſitzung, wozu es Tag und Stunde be⸗ ſtimmt; verfuͤgt ſodann die Mittheilung der Verhandlungen


