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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
Seite
30
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30 I. Buch. A. Titel. 3. Cap.

Abweſenden auszuuͤben hat, ſie nur gegen diejenigen geltend machen koͤnnen, die in den Beſitz ſeines Vermoͤgens ein⸗ gewieſen worden ſind, oder die geſetzliche Verwaltung deſ⸗ ſelben haben.

Zweyter Abſchnitt.

von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf die dem Abweſenden etwa zuſtehenden eventuellen (zukuͤnftigen) Rechte.

135. Nimmt jemand ein Recht in Anſpruch, welches einer Perſon, deren Cxiſtenz nicht anerkannt iſt, angefallen ſeyn ſoll, ſo muß er den Beweis fuͤhren, daß dieſelbe in dem Zeitpunkte, wo das Recht anfiel, noch am Leben war; ſo lange dieſer Beweis nicht gefuͤhrt wird, ſoll ſeine Klage fuͤr unzulaͤſſig erklaͤrt werden.

136. Wird eine Erbſchaft eroͤffnet, zu welcher jemand, deſſen Exiſtenz nicht anerkannt iſt, berufen wird, ſo faͤllt dieſelbe ausſchließlich auf diejenigen, mit welchen jener daran Theil genommen haͤtte, oder auf die, welche in deſſen Ermangelung dazu gelangt waͤren.

137. Die Verfuͤgungen der beyden vorhergehenden Artikel finden ſtatt, unbeſchadet der Erbſchafts⸗Klagen und anderer Rechte, welche dem Abweſenden oder ſeinen Stellvertretern und ſonſtigen Nachfolgern zuſtehen moͤgen, indem ſolche nur mit dem Ablaufe der fuͤr die Verjaͤhrung beſtimmten Zeit erloͤſchen ſollen.

1238. So lange der Abweſende ſich nicht einfindet, oder keine Klagen in ſeinem Namen angeſtellt werden, ſollen diejenigen, welche die Erbſchaft in Empfang genommen haben, die in gutem Glauben gezogenen Nutzungen erwerben.

Dritter Abſchnitt.

Von den Wirkungen der Abweſenheit in Zinſicht auf

139. Hat der Ehegatte eines Abweſenden eine neue ehe⸗ liche Verbindung geſchloſſen, ſo iſt es nur allein dem Ab⸗