Druckschrift 
Code Napoléon : mit Zusäzen und Handelsgesezen als Land-Recht für das Großherzogthum Baden
Entstehung
Seite
XIX
Einzelbild herunterladen

XIX

ſollen, damit inzwiſchen erſt uͤber dieſe ganz neue Art ihrer Verhandlung die Richter ſelbſt ſich ſattſam zurecht finden, und die Glaͤubiger, welche etwa bey der neuen Vorzugs⸗Ordnung die vorige Sicherheit nicht mehr haͤtten, in Zeiten noch um eine dem jezigen Landrecht gemaͤße Sicherheit ſich bewerben koͤnnen.

XVII. Von dem Tag an, da dieſes Geſezbuch im Ganzen oder in ausgenommenen einzeinen Mate⸗ rien in Verbindlichkeit uͤbergeht, iſt damit im Ganzen, auch nachmals in ſolchen einzelnen Materien, die geſez⸗ liche Kraft des Roͤmiſchen und Kanoniſchen Geſezbuchs, die Kraft aller Land⸗ und Stadtrechte und aller Rechts⸗ Gewohnheiten, fuͤr buͤrgerliche Rechtsſachen aufgeho⸗ ben, ſo, daß ſolche darinn durchaus nicht weiter zur Richtſchnur noch zur Grundlage von gericht ichen Ver⸗ handlungen dienen, und nur jener Gebrauch von eini⸗ gen derſelben noch ſtatt finden mag, den die Zuſaͤtze die⸗ ſes Landrechts 4 b. und 6 d et e. bezeichnen. Was je⸗ doch die Wirkung der aͤltern Geſeze uͤber kirchläche, peinliche und polizeyliche Verhaͤltniſſe betrift, ſo bleibt dieſe hierdurch unberuͤhrt, und deren Kraft ohne wei⸗ ters unvermindert. Sodann

XVIII. Unſere Conſtitutons⸗Edicte bleiben, auch ſoweit ſie auf Gegenſtaͤnde des buͤrgerli⸗ chen Rechts Bezug haben, in ihrer vollen unvermin⸗