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verflucht,“ ſagte er.„Sie würde Hungers ſterben, wenn wir nicht mit ihrem Elend Mitleid hätten.“
„Was hat ſie denn gethan, daß man ſie auf dieſe Art zurückſtößt?“
„Sie hat die Rolle der Dalila geſpielt und ihren Ge⸗ liebten verkauft.“
„Das ſcheint ihr nicht viel genützt zu haben. Doch wel⸗ ches Gewerbe trieb ihr Geliebter?“
„Er war Bandit... Bandit und ehrlicher Mann, Ban⸗ dit in der Weiſe von Karl Moor und Bruno Pascal.“
„Hieß er nicht Tunſo?“
„Ganz richtig, Tunſo, der Geſchorene. Sie müſſen oft von ihm haben ſprechen hören. Sein Ruf war groß in der Walachei. Er war eben ſo bekannt in Bukareſt, als es Heroſtrates bei den Seinigen geweſen ſein mag, nachdem er den Tempel von Delphi verbrannt hatte.*)
„Tunſo wurde hier am 18. Juni 1792 geboren; er war der Sohn armer und unbekannter Eltern. Er hieß Ju⸗ wanitza; den Namen Tunſo hatte man ihm gegeben, weil er ſich den Kopf wie die Türken raſiren zu laſſen pflegte. In
Nachahmung der letzteren trug er nur auf dem Hinterhaupte
ein Büſchel Haare, nicht damit ſich der Prophet derſelben be⸗ dienen könnte, um ihn aufzuheben und ins Paradies zu tra⸗ gen, ſondern einzig und allein, um die dicke wollene Mütze zu
1 2 *) Dies iſt ein kleiner Irrthum von Bellanger. Heroſtrates zündete, um ſich berühmt zu machen, den Tempel der Arte⸗
mis zu Epheſus an. Der Bearb.


