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dies ein Glück für ſie. Ihr Mann ſei ein wahrer Henkers⸗ knecht, der ſie peinige und foltere, Stunde für Stunde, und doch habe ſie ihm Geld und Gut in's Haus gebracht, juſt da es ihm recht übel zu gehen drohte.— Ach, Dorothea! was ſind denn Millionen gegen die Schönheit und das tugend⸗ hafte Herz, die ſie ihm als ein Opfer auf die Schlachtbank! legte?
Mit dieſen Worten— das Eis war gebrochen, das Be⸗ dürfniß der Mittheilung da— hob der Doktor die getreue Erzählung ſeiner frühern Liebe an, und den Bericht der Be⸗ gebenheiten im Lauf und zu Ende des zarten und hoffnungs⸗ vollen Verhältniſſes, das zwiſchen ihm und Klementine beſtan⸗ den.— Das war die Einleitung zu der ſchlafloſen Nacht, die dem Arzt beſcheert war und die mit kaltem Mondſchein her⸗ aufkam, an ſeinen Fenſtern Wache zu halten. Das war auch die Unterhaltung des nächſten Tages in der langſamen Poſt⸗ kutſche und Dorothea, von Klementinens Schickſal gerührt, fragte noch immer, und Hermann hatte noch immer vollauf zu thun, ihr zu antworten, als bereits die Extrapoſt in des Dok⸗ tors Wohnſtadt einfuhr und von Gaſſe zu Gaſſe dem Hauſe des Doktors zuholperte.—
Nun war die lange und überlange Ferienzeit des Arztes zu Ende. Ein anderer hätte während der langen Abweſenheit ſeine Praris verloren. Auf Hermanns Pulte jedoch hatten ſich Anmeld⸗ und Bittſchriften bergehoch gehäuft, und derje⸗ nige Doktor, den er als Stellvertreter zurückgelaſſen, hatte kaum der Hälfte ſeiner Verpflichtungen nachkommen können. Kaum hieß es auch in der Stadt:„Redenbach iſt wieder da!“ ſo


