„Cahetano hat ſeine letzte Rache als redlicher Mann,
und was mehr iſt, als gewandter Mann vollbracht,“ ſprach“
der Spanier, ſeine Lederſäckchen zählend;„ich bin ihm Ehren⸗ rettung ſchuldig und will mich hängen laſſen, wenn der Cri⸗ minalrichter ihn überführen kann, daß er in dem Augenblicke da aufgeregt war.“
Das Gold und die Barren wurden in die Goelette ge⸗ bracht, dann ſtiegen wir wieder zu Pferd.
„Wollen Sie,“ fragte mich der Spanier, als wir uns Cahetano's Hütte näherten,„Gaſftfreundſchaft von ihm für dieſe Nacht begehren?“
„Nein,“ entgegnete ich;„ich bin bis jetzt nirgends pri- mer espada geweſen, habe daher zartere Nerben als Sie, und mir graut vor dieſem Manne, der in einem Jahre vier⸗ mal Menſchenblut vergoß..
„Wie Sie wollen,“ entgegnete mein Gefährte.
Die Flur war ſchweigſam im ganzen Umkreis der Hürde. Die Gäſte des See' ſchliefen auf dem Grunde, das Schilf nur miſchte ſein Seufzen in das Blätterrauſchen. Weithin ſchallte der Hufſchlag unſerer Pferde. Als wir in einiger
Entfernung an der Hütte vorbeikamen, ſah ich Cahetano, von
dem Geräuſche herbeigezogen, in die Thüre treten. Er er⸗ kannte uns und rief:
„Nun, Herr Engländer, fehlt etwas.“
„Nein,“ entgegnete der Spanier,„und ich erwarte Sie, um mit Ihnen abzurechnen.“
„Ah,“ berſetzte Cahetano,„Sie ſind mir zum mindeſten


