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Abends in meiner Kammer überlegte ich eben, daß ich eigentlich weiter gehen könnte, da ich in der Hacienda nichts mehr zu ſchaffen hatte, als es an meine Thüre pochte, und der Mericaner mit trübſeligem Angeſicht zu mir herein trat.
„Herr Ritter,“ ſagte er:„da Ihr ein ſo ausgemachter Tigerjäger ſeid, wär's Euch vielleicht recht, auch das Waidwerk auf Biber und auf Indianer kennen zu lernen?“
„Darüber ließe ſich manches ſagen,“ entgegnete ich:„rei⸗ zende Genüſſe muß man nicht übertreiben. Mit meiner Tiger⸗ jagd bin ich ungemein zufrieden, auch die auf Biber muß gar nicht übel ſein, aber von den Rothhäuten mag ich ein für allemal nichts wiſſen.“
Bermudes ſeufzte ſchwer.
„Ich wollte, ich könnte daſſelbe von mir behaupten, Herr Ritter,“ hob er wieder an:„aber ich muß ſchon wieder hinter dieſe Heiden gehen. Ich habe geſpielt und meinen Indianer an dieſen verwetterten Meiſter Martingale verloren, ſo daß die armen Seelen ſchon wieder warten müſſen.“
Ich ſuchte den wackern Knaben zu tröſten, und verſprach dann mit ihm und dem Canadier am andern Morgen das Gehöft zu verlaſſen; dann entließ ich ihn mit der Bemerkung, daß meiner Anſicht nach die armen Seelen im Fegefeuer wohl am Beſten thun würden, ihre Forderung an den Siebentödter mit Kohle in den Rauchfang zu ſchreiben.


