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und wenn ſie nicht kommen wollten, ſtünd' es uns ja am Ende frei, zu ihnen zu gehen. Noch halb betäubt vom em⸗ pfangenen Streich, und weil ich mein Blut immer noch häu⸗ fig hervorquellen fühlte, ſtand ich vom Vorhaben ab. Wir ließen die Indianer ungehindert wieder zu Schiff ſteigen, und beſchäftigten uns ausſchließlich mit uns ſelbſt. Nachdem wir die Wunden verbunden, muſterten wir unſere Vorräthe; es fanden ſich noch ein paar Schnitten gedörrtes Fleiſch, und wenn auch mein Pulver durch's Waſſer verdorben war, ſo hatte der andre deſſen für uns beide noch genug, und wir konnten immerhin der Belagerung entgegenſehen.
„Wir hielten gute Wacht, und der Tag verging ohne Angriff; ſchweigſam und ruhig kam die Nacht. Es iſt kein Kinderſpiel, wenn in einer Lage wie die unſere die Dunkel⸗ heit gefällig den Mantel über die Anſchläge ihrer blutlechzen⸗ den Kinder breitet. Kein Feuer wurde diesmal angezündet. Die große Inſel ſchien verlaſſen wie am erſten Schöpfungstag. Einige entwurzelte Bäume, welche auf den Wogen einhertrie⸗
ben, brachten allein ein Bischen Abwechſelung in das ein⸗
tönige Bild unſerer Umgebung. Dieſe ſcheinbare Ruhe machte mich natürlich nicht ſicher, ſondern im Gegentheil ſehr beſorgt; kein Zweifel, die Indianer führten irgend eine Hinterliſt im Schilde. Von der Ungewißheit halb todt gepeinigt, beſchloſſen wir auf Kundſchaft auszugehen. Mit äußerſter Vorſicht brach⸗ ten wir den Kahn in's Waſſer und fuhren gegen die Inſel hinauf. Nichts war zu ſehen noch zu hören. Wir waren die einzigen lebenden Weſen auf dieſer weiten Waſſerfläche.
„„Was bedeutet das?““ fragte ich. Der Erzähler. 1847. 1. 20


