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Mein Leben, erwiederte der Greis demüthig, iſt ſo ſtill verlaufen, daß ich wenig davon zu erzählen weiß. Mein Vater war Kirchenmann in Notö, meine Mutter trieb einen Kramhandel, ich ſelbſt hatte von jung auf die Sehnſucht, einmal ein Diener Gottes zu werden, und ich wurde darin beſtärkt durch den alten Pfarrer in Notö, der mich lieb gewann und mich unterrichtete. Mit ſeiner Hilfe gelang es mir die Schule in Abo zu beſuchen, während deſſen aber rief ihn der Tod ab, und ſeine Tochter, mit der ich aufgewachſen, fand eine Zufluchtſtätte bei meiner Mutter. Als ich mein Studium beendigt und meine Prü⸗ fung beſtanden hatte, machte es ſich, daß ich bald auf dieſer entlegenen Außeninſel mein jetziges Amt erhielt. Es war ein geringes Ein⸗ kommen damit verbunden, darum meldeten ſich wenige Bewerber, allein es genügte, daß ich meine liebe Natta hierher führen konnte und Gottes Güte war mit uns. Zwanzig Jahre voll Glück und Frieden habe ich hier mit ihr verlebt. Niemals haben wir Noth gelitten, immer hat der Herr uns Zufriedenheit und Herzensſtille geſchenkt.
Und wie ertrugen Sie es, als Ihnen dies Glück genommen wurde? fragte Ebba voll mitleidiger Theilnahme.
Warum wurden Sie nie an einen andern beſſern Platz verſetzt? rief Arwed zu gleicher Zeit.
Ich hatte es einigemale verſucht, erwiederte der Pfarren, allein es gelang mir nicht. Später als Natta und meine Kinder mich ver⸗ laſſen hatten und man mir eine andere Stelle anbot, ſchlug ich dieſe aus. Wohin ſollte ich gehen? Ich mochte mich nicht mehr von dieſem armen Hauſe trennen, das all mein Glück geſehen hatte, und dann, mein liebes Fräulein, ſagte ich mir, daß ich Gottes Schickungen ſtand⸗ haft ertragen müſſe, als ein Mann und als ein Chriſt, gehorſam Seinem Willen und andern Mühſeligen ein Beiſpiel.— Und gnädig hat Er mich geleitet auf allen meinen Wegen! fuhr er freudig fort.— Noch bin ich rüſtig bis in mein hohes Alter. Wenn Seine Hand mich ſchlug hat ſie mich auch geſegnet und mir manche Freude geſchenkt. Meine Gemeine liebt mich wie einen Vater, die Geplagten wie die Glücklichen kommen zu mir und öffnen mir ihre Herzen, in Freude und Leid ſuchen ſie mich. So gehen meine Tage hin. Zur Sommer⸗ zeit erfreut mich mein Gärtchen und mein kleines Feld. Ich kenne jede
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