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Das Gewiſſe, was ich weiß, o wie wenig iſi'st
Dies vor Allem, ja dies lernt ich: das Leben
fliegt iie
Gleich dem Fluge des Lichts; und, die genoſſenſte Freud' entflattert gedankenſchnell.
Dich, Minute! dann nur, dich zu erhaſchen ſey Meine theuerſte Kunſt! Feſſel des Goldes dir) Anzulegen, das ſeyn meine Beſtrebungen,
Wann ſich hebet das Taggeſtirn,
Oder, wenn es, der Nacht huldigend, untergeht. Titel, Kraͤnze des Ruhms, Schätze, die ſtohnend mir Aus dem duͤſtern Schacht Sklaven erſchurfen, ſind Eigenthum des unſichern Gluͤcks.
Winken darf es ja nur, und das bewegliche Rad, waͤlzt Alles von mir weg; und, ein Nak⸗ kender, Steh' ich, bettle des Gluͤcks neuere Guͤnſtlinge um ein aͤrmliches Lager an.
Weg dann, eiteler Tand! Nur ein zufriedenes Herz, das bleibe mir treu. Dieſes berechnete nicht, Ob die Gaben der leichtſinnigen Gottin groß Oder klein, nach des Poͤbels Maaß,


