Jahrgang 
3 (1799)
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372 mir alles geſtanden, aber auch mich liebt ſie, und hoft mit mir gluͤcklich zu werden. Wenn blos die erſten fluͤchtigen Neigungen des menſch⸗ lichen Herzens zur Ehe leiten, wenn nach ih⸗ nen das Herz keiner Liebe mehr faͤhig, keine Verbindung mehr gluͤcklich ſeyn ſollte; dann waͤre der groͤßte Theil der Menſchen elend, dann haͤtte ich kein mehr fuͤr Marianen. 3

Mariane giebt mich nicht auf! Sier iſt ihr Brief, der es dir ſelbſt ſagt. Und ich gebe ſie nicht auf. Dies iſt unſer Entſchluß. Lebe wohl ꝛc.

Was haben Sie gethan, liebſte Mutter! welche traurige Stunden haben Sie dem ar⸗ men Ludwig gemacht! Iſt dies der Lohn, den er von uns erwarten durfte? Es iſt ja voruͤ⸗ ber, gute Mutter, wie ein Traum, daß ich Bernheim haͤtte angehoͤren koͤnnen, er wird ge⸗ wiß noch gluͤcklich ſeyn, auch ohne die arme