Jahrgang 
3 (1799)
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370 Mann auch ſie liebt, ernſthafte Abſichten ſie hat, und ungluͤckſich iſt. Bernheim iſt der Mann! Du ſelbſt haſt ihn mir einſt mit Vorzug genannt. Ein Freund von ihm, den auch ich einſt kannte, der Lega⸗ tionsrath Saalfeld hat an mich fuͤr ihn geſchrie⸗ ben, mir ſein Schickſal, ſeine grenzenloſe Liebe zu Marianen, und ſein Ungluͤck geſchildertz

Er hat bei mir fuͤr ihn gebeten.

Was ſoll ich thun? Ich kenne ſ 4 Herz, und da ich die redliche Denkart des Mannes durch einen Freund beſtätigt ſinde, kann ich dieſem Herzen nicht Unrecht geben. Dir uͤberlaſſe ich es, ob du großmuͤthig genug biſt, Deiner Neigung zu entſagen, und zwei Liebende gluͤcklich zu machen. Ich kenne dein Herz, es war nie eigennuͤtzig. An deiner Ant⸗ wort, lieber Ludwig, bngt Marianens Ruhe⸗ Leb wohle⸗

Ludwig Henning an ſeine echwet. Iſt es moͤglich, Schweſter! kannſt Du den Brief geſchrieben haben, den ich vor wenigen