Jahrgang 
2 (1798)
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14. Hoffnung.

Wie, nach druͤckendbanger Sommerſchwuͤle, Dem Erſchoͤpften in des Abends Kuͤhle,

Wenn der Mond durch dunkle Buchen bricht, Flimmernd ſich des Baches Wellchen heben, Lieblich dann Erquickungen umſchweben; So loſt Hoffnung des Verlaßnen Klage,

Wenn ein Freund zu ſeinem Herzen ſpricht!

Wie, nach naͤchtlichſchweren Traumgeſichten, Zagend noch, im Schatten hoher Fichten, Unter dichter Roſenbuͤſche Pracht,

Die der Morgenroͤthe Glanz umfließet,

Des Erwachten Blick die Seene gruͤßet;

So blickt Hoffnung, nach der Sehnſucht Trauet⸗ Wenn der Liebe Zauberblick uns lacht.