366 heit, mehrmals beſucht/ ſchwrmeriſch angeprie⸗ ſen worden. Dieſer Paracelſus der Neunte, gab ſich fuͤr einen aͤchten Geſandten Gottes, durch ein feierliches Geſicht beauftragt, alle in⸗ nern Leibesgebrechen zu heilen, die vor dem Auge der menſchlichen Vernunft unheibar waren. So that er ſich ſelbſt Unrecht, daß er nach dem Welt⸗ und Hoͤllen⸗Weiſen des r6ten Jahr⸗ hunderts, Philipp Aurkolus Theo⸗ phraſtus Paracelſus, ſich zubenahmte. Denn eben dieſer Paracelſus der Erſte hat von jeher den uͤblen Ruf gehabt, daß er mit dem Boͤſen, Gott ſey bei uns! in dem engſten Buͤndniſſe geſtanden. Unſer Paracelſus der Neunte hingegen haßt' alle Werke des Teufels; vielmehr ſey er— das ruͤhmt er gelegentlich ſelbſ— recht eigentlich dazu pa, dieſe vermale⸗ deieten Werke zu zerſtören, wp zr davon nur eine Spur wittre.
Dreiſchuchtel gaubte an dergleichen Wun⸗ derknren blindlings; er bat, Paracelſum den


