Jahrgang 
3 (1863)
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er lieben let ngende Vitt ich, aus der n die Heima iner Schweſter

darf. Wolle

icht wie in prachlehreri dunkle reich iteln ihr von ebten.„Und Heinrich anzl⸗

jttet ſie, ihm erantwortung nachen. Ihr

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dieſen enge

Von Moritz Horſt. 463

und Güte. Sie wollen mir das Vertrauen zu mir ſelbſt zurückgeben, in⸗ dem Sie mir einen Platz anweiſen, den ich durch meine Handlungsweiſe in den Augen der Welt verwirkt hätte, ſelbſt wenn er früher mein ge⸗ weſen wäre. Sie wollen das zerſtoßene Rohr aufrichten, ſtatt es vom Winde zerbrechen zu laſſen, die Wunde, die eine andere Hand meinem Stolze ſchlug, wollen Sie heilen, Heinrich.“ Sie ſtockte und erröthete vor dem Klange dieſes Namens. Es war zum erſtenmal, daß ſie ihn ausſprach. Sie war aufgeſtanden und ſtand halb abgewandt vor Hein⸗ rich, der ihrem Beiſpiel folgend neben ſie trat und ihre beiden Hände ergriff.

„In der That, Jerta,“ entgegnete er mit ſchöner Innigkeit,„das möchte ich, und um es Ihnen leichter zu machen, verlaſſe ich noch einmal die Heimat. Nein, hören Sie mich ruhig an, Jerta,“ fuhr er fort, da ſie aufzuckte und ihn unterbrechen wollte;„nehmen Sie dieſes eine Opfer von dem Manne an, der einmal eine kurze ſchöne Stunde den Traum träumte, ſich das Recht gewinnen zu wollen, Ihnen jedes Opfer bringen zu dürfen. Der Traum iſt vorüber, Jerta, und ich kann denſelben Wunſch nicht ein zweitesmal dem Schickſal vorlegen, nachdem es mir ihn das erſtemal verſagte. Aber Freunde ſind wir, immer ſtehen Sie meinem Herzen nahe, wie eine liebe theure Schweſter. Da die Welt ein ſolches Gefühl nicht verſtehen würde, nehmen Sie meinen Platz in meinem Vater⸗ hauſe ein, bis wir einſt beide unſern Traum vergeſſen haben werden und in ein neues Verhältniß nichts mehr hinüber nehmen als die alte Treue und Werthſchätzung. Wollen Sie auch den Bruder zurückweiſen, wie einſt den Freund, Jerta? Oder geloben Sie mir, daß ich zurückkehrend, Sie nicht als Fremde im Vaterhauſe finden werde, ſondern als eine liebe Tochter desſelben, als ſeinen guten Geiſt, den Schutzgeiſt der Meinen? Wollen Sie dieſe Aufgabe, dieſe Pflicht als mein Vermächtniß an Sie übernehmen, als den Nachglanz jenes Gefühls, das nicht zur Blüthe ge⸗ langen ſollte?“

„Ich will es,“ ſagte das Mädchen feierlich, ein Lächeln ſtand auf ihren Lippen, ihre Augen glänzten, ſie verſtand, was Heinrich eben aus⸗ geſprochen, ſehr wohl und hatte ſeine ſanfte Ruhe und Mäßigung immer für jenen beſten Stolz erkannt, der das Höchſte und auch das nur einmal begehrt, weil er ſich deſſen für werth hält, jenen Stolz, der dem Men⸗