396 Bilder aus dem Leben Blüchers. Bekleidung der Landwehren ſah es auf's kläglichſte aus; die Taſchen⸗ munition war von dem fortwährenden Regen meiſt verdorben, in den bei Munitionswagen kaum noch Vorrath zu einer Schlacht. Uebrigens that e York doch ſehr Unrecht, wenn er für alle dieſe Mißſtände, welche aller⸗ Bed 1 dings auf den Muth der Soldaten bereits ſehr niederſchlagend wirkten daß 1 Blücher verantwortlich machte. Denn dieſer konnte ſeinen Inſtruktionen bere G 8 und den vorliegenden Verhältniſſen gemäß nicht anders handeln. Drängte alte er in den erſten Tagen die franzöſiſchen Marſchälle bis an den Bober kben zurück, ſo war ſein Rückzug durch die Ankunft Napoleons und ſeiner zige bedeutenden Uebermacht geboten. Doch durfte dieſes Zurückgehen nur ſo keit . 1 lange dauern, als die Gründe, welche es veranlaßt hatten, noch obwalteten. wen Dies war aber bereits nicht mehr der Fall. Als nämlich Napoleon darn 85 33 aus dem fortgeſetzten Rückzug Blüchers ſah, daß er ihn zu keiner Schlacht mil A bewegen könne, ſo beſchloß er, ihm nicht weiter zu folgen, um nicht der Ste 4 3 böhmiſchen Armee Zeit zu geben, ſeine Stellung bei Dresden zu bedrohen. Damit war der Hauptzweck ſeines Zuges nach Schleſien, Blücher unſchäd⸗ tan A 4 lich zu machen, mißlungen, ſeine Truppen nutzlos ermüdet, die Zeit ver⸗ zun 8 loren. Zugleich erhielt er am 23. Auguſt Nachrichten von Schwarzen⸗ im bergs Vorrücken gegen Dresden und ſah wohl, daß hier keine Zeit zu Chr 1 verlieren ſei. Mit athemloſer Eile mußten nun die Garden, das Korps Neg Marmonts und die Reiterei Latour⸗Maubourgs nach Sachſen marſchiren, wel er ſelbſt begab ſich mit möglichſter Schnelligkeit dahin und nahm den An Marſchall Ney mit. Deſſen Korps ließ er unter dem Befehl des Generals ſein 3 Souham nebſt den Korps von Lauriſton, Macdonald und Sebaſtiani's hor Reiterei in Schleſien zurück, etwa 80,000 Mann, denen Blücher am Ri⸗ Schlachttag noch 70,000 entgegenſtellen konnte. Den Oberbefehl übertrug der . 1 Napoleon dem Marſchall Macdonald, der ihm ſchon wegen ſeines Zer⸗ in 6 würfniſſes mit York, das im ruſſiſchen Feldzug ſtattgefunden hatte, als der paſſendſte Mann den Preußen gegenüber erſcheinen mochte. ibe 1 Ueber dieſe Veränderungen in der franzöſiſchen Armee erhielt Blücher wer b 1 alsbald Nachrichten, wenn gleich anfangs ſehr unſichere, und von dem mü Schwanken derſelben waren die ſchwankenden Entſchlüſſe und Befehle zum hat Vorwärts⸗ oder Rückwärtsmarſchiren bedingt. Sobald aber Blücher von Ge 1 dem Abmarſch Napoleons feſt überzeugt ſein konnte, hatte er nicht nur abe ſelbſt keine Luſt, dieſe rückgängigen Bewegungen fortzuſetzen, ſondern er A war auch durch die Trachenberger Beſtimmungen verpflichtet, wieder die d
Jahrgang
3 (1863)
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