Jahrgang 
3 (1863)
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Der Major hinterließ ein einziges Kind, Michael Davenant, einen talentvollen Jüngling, der in Cambridge ſeiner Ausbildung oblag. Er hatte nie anders geglaubt, als daß ſein Vater, ſelbſt wenn der Prozeß verloren ging, immerhin noch ein ſchönes Vermögen beſitze, und der Schlag traf ihn um ſo ſchwerer und vernichtender, da er ihn zugleich aus einem Glückstraume weckte, deſſen man ſich nur einmal im Leben erfreut, wenn er auch unter Umſtänden das ganze Leben auszufüllen im Stande iſt. Michael hatte ſich mit Julia St. John, der Tochter eines Geiſtlichen, ver⸗ lobt, noch ehe der Spruch in der Sache Davenants gegen Maskeyne ge⸗ fällt war, und liebte die Jungfrau mit der vollen Glut und Innigkeit eines unverdorbenen Herzens, während Julia St. John ſeine Zuneigung mit nicht geringerem Feuer erwiderte. Doch der ehrwürdige St. John beſaß nur ein ſehr geringes Einkommen, ſo daß die ganze Haushaltungs⸗ kunſt ſeiner Frau nöthig war, um es vom Anfang des Jahrs bis zum Ende zu ſtrecken, und bei ſo bewandten Umſtänden konnte es in Betreff der Nothwendigkeit, das Verlöbniß wieder aufzulöſen, keine zwei Mei⸗ nungen geben. Die Verliebten fügten ſich mit gebrochenen Herzen darein, lebten aber ungeachtet dieſes Gebreſtes fort.

Unmittelbar vor der haſtigen Abreiſe aus England ſchrieb Major Davenant ſeinem Sohn, ſchickte ihm einen Wechſel und verſprach, ſo bald als möglich einen größeren nachzuſenden. Da Elms⸗Lodge bis auf die kahlen Wände ausgeweidet und die geſammte Dienerſchaft entlaſſen war, ſo quartirte ſich Michael Davenant bei einem Pächter auf dem Gut, Na⸗ mens Burton, ein und wartete daſelbſt auf das verſprochene Geld noch immer, nachdem die Lippen ſeines Vaters bereits im Tode geſchloſſen und ſeine Hände erſtarrt waren. Statt der erſehnten Baarmittel erhielt er endlich von dem Kriegsminiſterium eine Mittheilung, daß der Major Davenant in der ſiegreichen Schlacht von Saratoga an der Spitze ſeines Regiments ruhmvoll gefallen ſei, und bald nachher wurde dieſe Schmer⸗ zenskunde noch erhöht durch ein Schreiben, in welchem der Bankier des Hingeſchiedenen Michael Davenant auf deſſen Frage die Anzeige machte, der Major habe zur Zeit ſeines Ablebens ſeine Bllanz bereits überſchrit⸗ ten gehabt.

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