Jahrgang 
3 (1863)
Einzelbild herunterladen

Beſatzun

f mit einen

bevorſteher bedrohte, umer möchte m auf nach 5 lieb um

Cs iſt alle

hier bleibt

Porratt ng Vorta

in wenigen

als bishel⸗

en, ver

eſſen Tochie

. 9 Schaar d je des Amit pfing⸗ das Tral g, umd

2cha⸗ reuen She

Vorräthe 3

votſotgiſ

bluſſe auſ

haber d 9

ppen,

en GEreig 14

eiten beſta

der! nen, de

Von Eduard Gottwald. 351

volkes fiel, an einer Eiche des Frankenforſtes aufgehängt gefunden worden war. Denn ſicher hätte nach einer ſo blutigen Vergeltung den Oberförſter ſowie deſſen Vertheidiger ein Strafgericht getroffen, da über ſechzig Franzoſen dabei ihren Tod gefunden, die Elberfelder Zeitung aber bald darauf die Nachricht brachte, daß eine ſtarke Abtheilung franzöſiſcher Krieger von dem erbitterten Landvolke bei Trausdorf erſchlagen worden wären.

Ich will ein Anführer tapferer Soldaten, aber kein Hauptmann von Räubern und Mordbrennern ſein! war die Antwort des braven Oberſten, als nach jener Veröffentlichung der Befehl an ihn erging, die rebelliſchen Bauern zu züchtigen. Da keiner der bei dieſem Ueberfalle betheiligten Franzoſen wieder in ſeiner Garniſon angelangt war, um Klage zu erheben, ſo unterblieb jede weitere Unterſuchung, wohl aber wurde von neuem verkündet, daß jeden Franzoſen die Todesſtrafe treffe, der bei Plünderungen und Ueberfällen ſchutzloſer Orte und einzeln liegender Forſthäuſer und Weiler ergriffen werde, jeder Ort und jedes Haus aber der Vernichtung anheim fallen würde, deſſen Bewohner es wagten, franzöſiſche Soldaten zu überfallen.

Vierzehn Tage hatten genügt, um den Oberförſter ſo weit wieder herzuſtellen, daß er neu gekräftigt und mit gut verbundenen in der Heilung begriffenen Wunden wieder nach ſeinem Forſthauſe zurückkehren konnte, für welches er, durch Richepanſe's Verwendung, noch einen beſonderen Schutzbrief des Oberbefehlshabers erhalten hatte. Länger vermochten ihn auch nicht die Seinen noch der Amtsſchultheiß und deſſen Familie ſowie der Oberamtsgerichtsadvokat zurückzuhalten, mit welchem er ſich auf das herzlichſte wieder ausgeſöhnt hatte. Denn als am Abend vor der Ab⸗ reiſe Hermann mit ſeinen Eltern ſich in das Zimmer des Oberförſters begab, welches dieſer im Bensheimer Schloſſe bewohnte, trat der alte Waidmann an der Seite ſeiner Tochter dem Oberamtsgerichtsadvokaten tief bewegt entgegen und rief auf Hermann deutend:Hier, alter Freund, ſteht mein Seelenarzt, der mich von dem Giftzahn langjährigen Grolles glücklich befreit hat, und dafür möge ihn mein Mädel belohnen, die das beſſer vermag als ich. Wir aber wollen wieder als treue Freunde zu⸗ ſammenhalten, ſo lange der Himmel in dieſer trübſeligen Zeit es uns noch vergönnt.

Da ſank Ulrike mit purpurglühenden Wangen an die Bruſt des