Jahrgang 
3 (1863)
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Von E. Dom. Brand. 247

Ppfer Man ſehr junge Haushälterin, Dudley. An deiner Stelle würde ich mich vor u. A. ihr in Acht nehmen. Es kömmt heut zu Tag nicht ſelten vor, daß ledige ein aufd Farmer ihre Haushälterinnen heirathen iſt ſogar an der Tagesordnung, Grey⸗Ju und das Weibervolk weiß ſeine Karten ſchon danach zu ſpielen.Wie

in muß nit geſcheidt ſie auch iſt, müßte ſie doch früh aufſtehen, um mich zu fangen, entgegnete Dudley.Ich ſpüre etwas von dem Ehrgeiz der alten Carleons

lterige jun in mir und habe nie gehört, daß einer derſelben ſeine Magd geheirathet hätte. egen oſt Etwas nach zehn Uhr geleitete Dudley Carleon ſeinen Onkel die zllichen L breite Eichentreppe nach dem für ihn hergerichteten Schlafgemach hinauf. wanzig In Um dahin zu gelangen, mußten ſie durch einen langen Gang mit einer nd regneri Reihe ſchwerer eichener Thüren auf der einen Seite, die zu den Schlaf⸗ tſchon, zimmern führte. Vor der erſten Thüre machte Dudley Halt; er war in ſeſt ül leichenblaß und lehnte ſich an die Wand hinter ihm.Martin's Zimmer, enn ſein d ſagte er mit erſtickter Stimme;das Gemach, in dem er ſtarb. Hier auf theilweiſe dieſer Stelle ſtand Agnes Marlow in der Nacht vor dem Tod meines mne. Mi Bruders. Man redet von Geſpenſtern, fügte er mit einem hohlen Lachen

bei.Wenn Sie ſich eine Leiche vorſtellen können, in welcher ein gal⸗

r unwiſſen

1 nat frut vaniſcher Verſuch auf fünf Minuten ein Scheinleben wieder hervorgerufen hat, ſo haben Sie ein Bild davon, wie ſie ausſah.Ich bitte dich, mein lieber NeffeSie müſſen mich nicht bemitleiden. Ich bin eine Memme ein erbärmlicher, abergläubiſcher Wicht. Wer hätte auch

Aber ſ gedacht, daß dies in mir ſtecke!

ere Wend Der junge Mann fuhr mit der Hand über ſeine Stirne, richtete ſich

wicli du zur vollen Höhe auf und ſchritt vor ſeinem Onkel her bis zu dem Ende

Igd bermn des Ganges. Hier öffnete er eine Thüre und führte Mr. Weſton in ein

w Guts altmodiſches, aber bequemes Gemach, das mit einem anderen von gleicher

etun Größe in Verbindung ſtand. In beiden Zimmern brannte ein helles

ven Feuer, das ſich in jeder Füllung des Getäfels wieder ſpiegelte. Richard

Weſton ſchlief in der Nacht nach dem Leichenbegängniß ſeines älteſten Neffen ſo gut wie nur je unter ſeinem eigenen Dach in dem Grange; doch wurde er in den unheimlichen Stunden der langen Herbſtnacht ein oder zwei Mal geweckt durch den eintönigen Schritt des neuen Beſitzers der Grey⸗Farm, der neben ihm auf dem eichenen Boden ſeines Schlafzimmers auf und ab ging.Der arme Junge, murmelte der alte Mann und ſteckte den Kopf tiefer in die Kiſſen, um auf's neue einzuſchlafender arme Junge! Wie aufrichtig ſich die zwei Brüder geliebt haben!