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Ein fünßigjähriges Menſchenräthſel.
Von
L. Frank.
Das Andenken großer Thaten und guter Menſchen, deren Jubileen⸗ feier in dieſem Jahre zuſammenfällt, lenkt die Blicke von nah und fern auf das vieltheilige Gebiet, das den Namen„Sachſen“ behauptet hat, und zumal auf die Weſtgrenze des einſtig churfürſtlichen Leipziger Kreiſes, da ſelbige bis zu den Ausgängen deutſcher Erinnerung hinab ein Ent⸗ ſcheidungsboden geweſen iſt.
Jede Scholle dieſer unüberſehbaren Korngebreite iſt mit dem Blute aufeinanderprallender Völkerſchaften getränkt; mit jeder Augenwendung ſteht der Gedanke ein Malzeichen der Vernichtung und Befreiung aufge⸗ richtet. Hier erhebt ſich die Sonne über den ineinanderwachſenden Feldern von Lützen und Leipzig, auf welchen viermal in noch nicht zwei Jahr⸗ hunderten um die höchſten Menſchengüter gerungen worden iſt; dort ſinkt ſie über dem Lager am Janushügel, und wo unſere Väter errötheten, lacht uns Nachgeborenen das Herz, wenn wir den von halb Europa ge⸗ hetzten, unermüdlichen Helden die wurmſtichigen Lorbeeren vom Baume welſcher Herrlichkeit ſchütteln und durch Geiſt und Gewandtheit einen Luſtſpielſteg erkämpfen ſehen, deſſen Schmach des Erbfeindes kommende Generation mit den blutigen Kämpfen eines Vierteljahrhunderts aus⸗ löſchen mußte.
Aber die Reihe der Großthaten iſt mit dieſem örtlichen Rückblick längſt nicht geſchloſſen, wenn die eingeheimſ'ten Früchte auch nicht mehr unmittelbar von uns genoſſen werden und nur der Geſchichtsfreund noch
—
von
näm ſächf


