Jahrgang 
3 (1863)
Einzelbild herunterladen

112 Auch eine Entführung.

Geſchäfte, und alles, was nicht zum Geſchäfte gehört, iſt unnütz. Im Ganzen bin ich mit Herrn Guſtav in letzter Zeit auch gar nicht ſo recht zufrieden geweſen. Früher einer meiner beſten Buchhalter, auf den ich mich wie auf mich ſelbſt verlaſſen konnte, iſt er jetzt faſt immer zerſtreut und nicht beim Geſchäft, ja, macht ſogar grobe, recht grobe Fehler. Denke dir nur einmal, Röschen! Vor drei Monaten gebe ich ihm einen Brief mit dem Auftrage, dieſen an die Firma Schnuppelsdorf und Com⸗ pagnie in Bromberg, mit der ich wegen einer Syruplieferung in Unter⸗ handlung ſtand, zu adreſſiren. Was thut Herr Guſtav aber in ſeiner Zerſtreutheit? Er ſchreibt ſtatt Bromberg Bombay Röschen, ich bitte dich, ſtatt Bromberg Bombay! Was geſchieht? In voriger Woche kommt der Brief zurück, mit der amtlichen Bemerkung, daß trotz der ſorgfältigſten Nachforſchungen in Bombay keine Firma Schnuppels⸗ dorf und Comp. aufzufinden ſei. Nicht allein, daß ich durch die falſche Adreſſe einen nicht unbedeutenden Verluſt erlitten, da das genannte Haus in Bromberg, das vergeblich auf meine Ordre gewartet, über den Syrup inzwiſchen anderweitig verfügt hatte, mußte ich auch noch die Kleinigkeit von 4 Thlr. 7 ½ Sgr. Porto zahlen. Das darf unmöglich ſo fortgehen; ſolche Nachläſſigkeiten dürfen in meinem Geſchäfte nicht wieder vorkommen. Ich will nachher einmal ein ernſtes Wort mit dem jungen Manne reden.

Väterchen, nicht zu ſtreng, wandte Roſa lächelnd ein;du mußt Nachſicht mit Herrn Guſtav haben, früher warſt du ja ſtets mit ihm zu⸗ frieden; vielleicht iſt er in letzter Zeit leidend geweſen, und hat ihn nur das abgehalten, ſeinen Pflichten ſo gewiſſenhaft wie früher, zu genügen. Nun, Röschen, du weißt ja, ich bin kein Tyrann. Ich will mit ihm reden, und wird er mir den Grund ſeiner Zerſtreutheit dann wohl mittheilen. Doch Kind, fuhr der Großhändler fort,jetzt von etwas Anderem, weßhalb ich eigentlich komme.Du machſt mich begierig, Papa.Wirſt es gleich erfahren, Kind. Wie du vorhin vernommen, Röschen, iſt heute Morgen ein Brief vom Hauſe Spielmaier und Söhne eingetroffen, durch welchen mir eine recht günſtige Thranofferte gemacht wird.Ich weiß dies, Papa; du ſprachſt mit Herrn Guſtav ſchon darüber.Richtig, Kind, ganz richtig! Dieſem. Briefe nun lag noch ein kleineres, direct an mich gerichtetes Brieſchen des alten Spielmaier bei und in dieſem Herr Streck machte eine erwartungsvolle Pauſe.

Nun, Väterchen? fragte Roſa.

Nägel in der nicht d in den gleich

die Fo zwinge Schwi Herzen größte angeh⸗ It d

heſtic Färb widen ob ſie Mam vor d ſeine gab

Leben War hatte bean ich

leuch theil der wei bere ſehn laſſ imn