Jahrgang 
4 (1860)
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Briefe von Carl Beck, Chriſt. Joſ. Jagemann und Friedr. Hildebrand von Einſiedel über das erſte Auftreten und Engagement der Caroline Jagemann in Mannheim.

Migtgetheilt von

Arnold Schloenbach.

Der weiland berühmteſten Pflanzſchule deutſchen Schauſpielthums, dem Theater in Mannheim, und hier einem ſeiner größten Vertreter, Carl Beck, wurde von der Herzogin Amalia Caroline Jagemann zur artiſti⸗ ſchen Ausbildung übergeben.— Ueber das erſte Auftreten der genialen Kunſtnovize berichtet Nr. 1. der nachfolgenden Dokumente. Nach dieſem ſo glücklichen, ja glänzenden Erfolge engagirte Dalberg die junge Künſtlerin unter Bedingungen, die wir in Nr. 5. finden; Beck ſchrieb darauf dankbar und gerührt den unter 2. mitgetheilten Brief; zugleich ſchrieb er über Erfolg und Engagement der Jagemann an deren Vater und an Einſiedel, Beider Antworten theile ich unter 3. und 4. mit.— Während dem aber hatte man bei Dalberg, der ſchon nicht mehr ſo ganz wie früher, der Bayard deutſcher Schauſpielleitung war, intriguirt,— er verſuchte bei den gegebenen Zu⸗ ſagen eine Volte zu ſchlagen: da ſchrieb Beck die Anlage 5., und am 22. October wurde der Contract mit Caroline Jagemann nach den gegebenen Verſprechungen vollzogen.—

Dieſe vier Briefe, richtig geleſen, bieten ein kleines intereſſantes Kultur⸗ bild aus jener Zeit dar, abgeſehen von ihrem anekdotiſchen Intereſſe.