160 Münchner Feſtbericht. Von Friedrich Lampert.
hundert den Glücklichen einen Erinnerungspokal. Einheimiſche und Fremde ſprachen von des Feſtes ſeltener Bedeutung; lange währte die Heiterkeit des Banketts, und als der Profoß mit ſeinen Leuten unter Trommelwirbel den Saal durchzog und zum Aufbruch mahnte, da war ſein Ruf ein fruchtloſer, und lange waren die, welche im Theater gleichzeitig Roſſini's Tell gehört hatten, ſchon zu Hauſe, ehe die Letzten vom Bankett den Heimweg fanden.
Die Feſtzeit eilte ihrem Ende zu, in den Straßen wurde es ſchon lich⸗ ter; waren vor wenigen Tagen die Eiſenbahnzüge überfüllt mit den Kom⸗ menden geweſen, ſo konnten jetzt an den Schaltern und Wagen die Abreiſen⸗ den kaum ſich durchdrängen. Alles wies auf das Ausklingen der Luſt und Feſtlichkeit.
Hatte die Zauberwelt der Töne den Feſtreigen eröffnet, ſo ſollte ſie ihn auch ſchließen. Am Mittwoch hatte die muſikaliſche Akademie noch ein zweites großes Concert im Odeon veranſtaltet, das an Großartigkeit des Programms und der Ausführung dem erſten würdig zur Seite ſtand.
Das allerletzte Stuͤck im Feſtcyelus aber war am Donnerſtag eine länd⸗ liche Partie nach dem Dorfe Föhring, wo vor ſiebenhundert Jahren die Zerſtörung der dortigen Brücke dem heutigen München die Bahn gebrochen hatte. München iſt nun, nachdem auch ſein gewöhnliches Oktoberfeſt zu Ende gegangen, ganz in's alte tägliche Leben zurückgekehrt. Aber wir ha⸗ ben erfahren, daß dies ein Leben iſt, das allerdings im Feſtgewande Außer⸗ ordentliches und Einziges bieten kann, das aber deſſen wenigſtens nicht be⸗ darf, um erſt dadurch feſſelnd und anziehend zu werden, indem es an und für ſich ſchon dazu angethan iſt, München zur Perle deutſcher Städte zu machen.
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