156 Münchner Feſtbericht.
und Gelehrten, welche die Stiftungsurkunde der Akademie der Wiſſenſchaften (1789) trugen, dem Kanzler Kreitmayer, dem Bergrath Lori, dem Geſchichts⸗ ſchreiber Weſtenrieder u. A. beſtand ſie, eine nüchterne, kahle, im galonnirten Frack und weitab ſtehenden Paradedegen einherſtolzirende Gruppe, die Zeit des Zopfthums. Die Poeſie der früheren Jahrhunderte durfte man in der letz⸗ ten Hälfte des achtzehnten nicht mehr ſuchen. Waiſen⸗ und Schulkinder mit dem damals bekannten Lehrer Heinrich Braun, welche das Gregoriusfeſt feiern, Bürger, Bürgerinnen, ein Zug Bergknappen und endlich eine Ab⸗ theilung Kavallerie bildeten den Schluß des hiſtoriſchen Feſtzuges.
Ueber den Zug des XIX. Jahrhunderts kann ich ſchneller weg⸗ gehen. Er war eine Darſtellung der Gegenwart, wie man ſie großartiger und glänzender auch nicht ſchauen konnte; woran es ihm aber gefehlt, was ihm im Hinblick auf das eben Vorangegangene Abbruch gethan hat, das habe ich oben bemerkt. Seine langen unabſehbaren Reihen haben faſt er⸗ müdet, haben einem nicht das gebieteriſche Halt zugerufen, mit dem jede hiſtoriſche Gruppe uns zwang, bei ihr feſtzuhalten und ſie zu einem ideellen Anknuͤpfungspunkt zu machen. Aber unrecht wäre es, die Bedeutung auch dieſes Zuges zu verkennen: er zeigte doch, was Muͤnchen iſt, daß es eben das Muͤnchen iſt, welches allein jenen erſten, wunderbaren Zug möglich machen konnte.
Es war die Periode der bairiſchen Könige, welche zunächſt zur An⸗ ſchauung zu kommen hatte. Die des erſten, Max Joſeph, des Gebers der Verfaſſung, vertrat ſein Standbild, wie es auf dem Marplatz ſteht, das acht Männer trugen und blumengeſchmückte Mädchen geleiteten;— die des zweiten Königs Ludwig, ſchilderte ſich in dem Modell der Reiterſtatue, welche die Stadt ihrem Förderer und Erneurer ſetzen wird, und in den Mo⸗
dellen der Bauwerke, mit denen er ſie geſchmückt und in den erſten Rang
erhoben hat.
König Maximilians II. Regierungszeit, die unmittelbare Gegen⸗ wart, konnte ihre Gruppen auch nur aus dem wirklichen Leben nehmen, und ſo zog denn dieſes zunächſt in Geſtalt von vierundfuͤnfzig Zünften mit ihren reichen Fahnen und Emblemen, Innungs⸗ und Handwerkszeichen, und der k. Erzgießerei vorüber. Acht, auf griechiſche Art in Bogen geſpannte Roſſe zogen dann den Feſtwagen mit dem von den allegoriſchen lebenden Figuren der Kunſt und Wiſſenſchaft, des Handels und der Induſtrie umgebenen Standbild des Königs, das wiederum feſtlich geſchmückte Mädchen mit
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