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Thaler, die Du ihm von Deinem Heirathsgut vorſtrecken ſollſt,“ fuhr Heinrich mit ſchneidender Kälte fort.„Er hat das Geld am Spieltiſch verloren und fürchtet nun die Vorwürfe und den Zorn des Vaters. Morgen ſoll er das Geld zahlen, der Wechſel iſt in den Händen eines Wucherers, der vorausſichtlich mit aller Strenge gegen ihn vorgehen wird.“.
„Und da ſoll ich das Geld dazu hergeben?“ erwiderte Bertha überraſcht. 8 4
„Heinrich ſagte mir, Du könneſt allein über Deine Mitgift verfügen,“ warf Liebmann ein, auf deſſen Stirne der Schweiß in großen Tropfen perlte. 4 3
„So iſt es in der That.“.
„Und da dieſes Heirathsgut ſechszigtauſend Thaler beträgt—“
„So meinſt Du, ich könne davon zwölftauſend ohne Weiteres zum Fenſter hinauswerfen?“
„Ich zahle ſie Dir ſammt den Zinſen von meinem Erbe zurück.“
Bertha blickte fragend ihren Gatten an.
„Das iſt eine ſchlechte Sicherheit,“ ſagte Heinrich achſelzuckend, „wer weiß, welche Forderungen ſpäter an dieſes Erbe gemacht werden!“
Liebmann warf ſeinem Schwager einen zornigen Blick zu.
„Du haſt doch wahrhaftig keine Urſache, mir zu mißtrauen und mich der Verzweiflung in die Arme zu ſchleudern,“ erwiderte er,„bedenke gütigſt Deine Vergangenheit—“
„Da ſiehſt Du, welchen Dank Du ernten würdeſt,“ wandte Heinrich ſich zu ſeiner Gattin.„Der erſten Anleihe würden an⸗ dere folgen und wenn Dein ganzes Heirathsgut durch ſeine Hände gewandert wäre, hätteſt Du ſtatt der Rückerſtattung des Geldes nur den Hohn eines Undankbaren zu erwarten.“
„Das glaube ich auch,“ ſagte Bertha kalt.„Zudem kann ich die Zinſen meines Heirathsgutes nicht entbehren und Du wirſt ſie ſchwerlich mir zahlen können. Ich bedauere, wende Dich an den Vater, er kann Dir ja einen Theil Deines zukünftigen Erbes vorab geben.“
„Herzloſe Egoiſten!“ knirſchte Liebmann, während er den Bei⸗ den, die das Gemach vexlaſſen wollten, raſch in den Weg trat.
„Ihr wüßt ſelbſt ſehr wohl, daß der Vater dieſem Verlangen nicht Folge geben wird, daß mir nichts übrig bleibt, als eine Wahl zwiſchen der Schande und dem Tode! Haha, Heinrich ver⸗ ſteht es ja meiſterhaft, denen die er beſeitigen will, dieſe Wahl aufzudrängen, Bertram Scherenberg war der Erſte, ich ſoll, wie es ſcheint, der Zweite ſein.“
Ein glühender Blick des Haſſes traf aus den Augen Heinrichs
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