Jahrgang 
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nerlich erregt. Er ſtand auf und ſchritt lebhaft

im Zimmer hin und wieder. Seine geſpannten Zuͤge, das Aufblitzen ſeines eben unbeherrſchten Auges verriethen einen gepeinigten Zuſtand der Seele. Alide erhob ſich baͤnglich, trat ihm in den Weg und fragte, was es denn ſei, was ihn denn nur ſo bewege.

Ja, ja! Ihr Traum, gnaͤdige Frau, Ihr Traum! rief er, im Kampfe mit ſeiner Zer⸗ ſtreuung, bald fuͤr ſich, bald zur Baronin ſpre⸗ chend. Es iſt doch wunderbar! Ei, gewiß! So ſehr, ſehen Sie, ergreifen uns die Angele⸗ genheiten theurer Freunde! Nun ja! Richtig, es geht, es geht! Was ſag' ich? Verzeihen Sie! Meine Lage iſt freilich eigener Art, gnaͤ⸗ dige Frau; Abgeordneter der Familie und doch wieder Ihr Beichtiger; dort befoͤrdern, hier ab⸗ rathen! Das ſieht aus, wie eine Advocatur fuͤr beide Theile. Und das iſt mir zuwider, meinem Stande widerſprechend, das haſſe ich!

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