ſie brummt auch mit mir!“— iſt's wahr oder iſt's nicht wahr?
Muͤller. Daß Du mit mir brummſt, das iſt wahr.
Frau. Du haſt Dir recht vorgenommen, mich zu aͤrgern. Das iſt nicht ſchoͤn von Dir. Du ſollteſt fuͤhlen, wie weh mir heut um's Herz iſt— morgen heiliger Abend— und wir koͤnnen den Kindern kein Stuͤckchen einkaufen!
Muͤller. Mutter, mich hungert und ich will ausgehen.
Frau(ſehr gereizt). Mich hungert nicht, wenn ich daran denke. Ihr Maͤnner bekuͤmmert Euch wenig um Kummer, der die Kinder betrifft. Moͤgen die Wuͤrmchen weinen am Feſt⸗Abend, Ihr Maͤnner geht in die Kanzlei, ſtopft Euch
die Ohren zu mit Reſcripten und Decreten, oder wie der Kram heißt— die Mutter hat dann die Sorge fuͤr ſich allein.(Waͤhrend dieſer Rede hat ſie einen Teller aus dem Schranke genommen, ein Stuͤ⸗ ſchwarzen Brodes abgeſchnitten, Salz und ein
eſſer dazu gelegt; ſie bringt es unmuthig und ha⸗ 3


