Jahrgang 
1831
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VI

der Jungfer Anmuth, denn vier allerliebſte Naͤrrchen tanzen luſtig um ſie herum, waͤhrend oben noch ihr zwei Blumen und Fruͤchte ſtreuen. Auf dem Hauptfelde bitte ich noch den deutſchen Genius nicht zu uͤberſehen, er umflattert ein franzoͤſiſches Roͤschen und will druͤber hin oder uͤberſetzen.

Unten ſpielen kleine Satyren die Aufforderung zum Tanz.

Zweites Blatt.

Jedes Ding hat zwei Seiten, eine gute und eine ſchlimme, und auch heuer durfte die ſchlimme nicht fehlen; hier iſt ſie:

Der traͤge Kunſteſel will hier(wie wohl an meh⸗ reren Orten Deutſchlands) nicht recht auf die Beine. Umſonſt docirt der Dramaturg, umſonſt leiert der Dichter und poſaunt der Referent, der Witz iſt ein⸗ geſchlafen und Eſel will geſtachelt ſeyn. 8

Oben iſt ein kleines blitzendes und donnerndes Amourettchen; wahrſcheinlich hat er ſich mit dem hin⸗ kenden Teufel duellirt und keiner iſt Meiſter gewor⸗ den ſie fahren grimmig aus einander. Unten er⸗ blickſt Du ein luſtiges Trauerſpiel, ein ſchlaͤfriges Schauſpiel, und ein trauriges Luſtſpiel,

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