Jahrgang 
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12 Eure Krippe: ſo müßt Ihr einen goldnen Faden nehmen und zwar den dickſten.

Er geleitete ſeinen Beſuch vor das Haus, und wen⸗ dete ſich dann nach Paternoſterrow.

Zweites Kapitel.

So ſehr alſo war der Ruf unſers Freundes im Stei⸗ gen, daß die gemeine Gewinnſucht ſich um ſeine Leiſtun⸗ gen bewarb. Aber auch William hatte einen Lebensvor⸗ theil im Auge, als er die ihm angetragene Verbindung ſo raſch ergriff: er dachte an Thekla und an die Mittel zu einer anſtändigen häuslichen Einrichtung. Eine neue Exiſtenz konnte er ſich nicht aus dem Stegreife ſchaf fen; ſo wollte er wenigſtens die alte nach und nach auf ein fruchtbringendes Feld ſeiner Poeſie übertragen. Wenn die Poeſie mein irdiſcher Beruf iſt, dachte er, ſo darf ſie ſich nicht ſchämen, auch meine irdiſche Eriſtenz zu beſtreiten, ſonſt fehlt es ja dieſem Beruf an einem Boden. Nein, auf dieſer himmliſchen Domäne muß auch ein Kü⸗ chengarten angelegt werden können. Und wenn, nach der Philoſophie meines Freundes Southampton, die grobe ſinnliche Welt aus dem ſchaffenden Worte der Gottheit hervorgegangen iſt: ſo gehört es ja mit zur göttlichen Macht der Poeſie, daß ſie dem Dichter eine Häuslichkeit beſchaffe, dem Dichter, der in ſeiner Doppelnatur zu⸗

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