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ſchauenden ſo ſehr entzuͤckt. Auch die Freunde uͤberließen ſich, auf und ab blickend, dem ge⸗ waltigen Eindruck. Endlich ſtand Angelika eine Weile mit niedergeſchlagenen Augen, als ob ſie das große Bild des unfertigen Baues ih⸗ rer Einbildungskraft einpraͤgen wollte. Nicht wahr, fluͤſterte ihr Veronika zu, man muß ſich zuweilen der Erde wieder verſichern, von der man ſich emporgehoben waͤhnt, wenn man der verſteinerten Begeiſterung des Baumeiſters ge⸗ folgt iſt?
Nein, erwiderte Angelika, ich bildete mir eben den Prachttempel als fertig ein, und war ſelbſt eine Kaiſertochter, die darin einem ſchoͤnen ſchlanken Ritter die Hand zur Vermaͤhlung reichte.
Warum nicht gleich einem Koͤnig? laͤchelte Veronika. Es ginge doch in einer Beſtel⸗ lung hin. 8
Ich weiß nicht, wie ich uͤberhaupt auf den Gedanken komme, antwortete Angelika ſehr ernſt;
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