Jahrgang 
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auf dem Rieſenwipfel der Wheymouthtanne, dieſer Lurley der Pflanzen⸗ welt, griffen nicht Morgennebel mit oſſianiſchen Geiſterarmen durch das Gezack der windungsreichen Lebenseiche, ließ nicht der Mond an weißen Birkenſtämmen ſein bleiches Silberlicht hängen, zog nicht ein myſtiſches, wehmüthiges Elfengeflüſter durch die zitternden Grasreſpen der Prairie, und ſprach nicht rings um ihn her die große freie Wild⸗ niß das Wort aus, das ein fühlender Menſch nur nachzuſprechen braucht, um langen Reihen von Geſchlechtern und Zeiten unvergeßlich zu bleiben? Ja, die Scene ſtand. Aber wenn die gefangene Königin ihre fühlende Kennedy auf Augenblicke bei Seite ſetzt, um nach Wind und Wolken ihre Arme zu breiten, ſo eilte hier der Geſellſchafter von Wind und Wolken, von Bäumen und Graswogen wieder und wieder ans Schreibpult in die Arme eines Menſchen, ſelbſt eines abweſenden, und aus dem Tiefſten heraus ſchrieb er an Benthal einſt das Wort nieder: Ich bin nicht einſam hier, ſondern nullſam!

In der That, ſo war es geworden. Moorfeld ſaß in ſeinem Ur⸗ walde und ſein liebſtes Urwalds⸗Vergnügen war ſein Schreiben an Benthal! Es verging kein Tag, kaum eine Stunde, daß er nicht ſchrieb. Eine Unzahl von Blättern und Blättchen datirt aus dieſer verhältnißmäßig ſo kurzen Spanne Zeit. Wir können ſie unmöglich ſo wie ſie liegen mittheilen: denn wer ſollte ſich nicht wiederholen, wer, der ſo gährend und gierig in ſich hineinlebt, ſollte ein Gedächtniß dafür haben können, was er geſchrieben, wie er's geſchrieben, wie oft dieſelbe Welle an die nämliche Stelle zurückrollte? Und doch lebt Moorfeld nach außen hin ein ſo ſpurloſes, ſtillſtehendes Leben jetzt, daß wir, da es einen fortlaufenden Erzählungsfaden nicht zuläßt, gerne in jene Blätter zurück greifen werden, um Figur und Farbe dieſer Tage uns bildlich zu machen. Freilich wird dazu nur die kleinſte Auswahl genügen, wenige werden die Dienſte aller thun, und indem wir die äußere und innere Landſchaft unſeres Einſiedlers nur an einzelnen Punkten beleuchten, wird Gemüth und Fantaſie es nicht als Abbruch, ſondern als ſein Recht empfinden, die dazwiſchen⸗ liegenden Parthien ſelbſtthätig zu beleben.

Vor Allem wollen wir Denen, welche im Handeln, nicht im Empfinden Heil ſehen, Bericht davon geben, daß Moorfeld nicht in ſchöner Muße allein ſeinen Genuß ſuchte. Der Nothſchrei des