Periodikum 
Penelope : Taschenbuch der Häuslichkeit und Eintracht gewidmet auf das Jahr ... / hrsg. von Theodor Hell
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Ihr gleicht der Haͤuslichkeit verſchwiegne Tugend, Die hoͤher noch, als aller Glanz der Jugend Des Weibes Anmuth adelt und erhoͤht. Schutzgeiſt.(einen Myrthenzweig darreichend.) Und nun die Myrthe, freundliche Mathilde! Empfange ſie aus treuer Liebe Hand, Will ſie dich gleich aus theurem Kreis entruͤcken, Sie wird darum noch hoͤher dich begluͤcken, Und ſchoͤn dich ſchmuͤcken zu dem neuen Stand. Sey gluͤcklich, du Geliebte, und begluͤcke! Begluͤcke Den, den freudig du erwaͤhlt, Daß er dereinſt in ferner Tage Reihe Noch bieſes Tages ſegnend ſich erfreue, Der ſein Geſchick bem Deinen hat vermaͤhlt! Elotho. Ein ſchoͤner Kranz, voll Tugenden und Freuden, Schlingt ſich fortan dein Lebensfaden fort, Unb wo du weilſt, die edlen Bluͤthen tragen Den Segen freudig nach von Ort zu Ort.

Atropos. 4 Welch ein Gewind'. So lohnt der Goͤtter Mild Der frommen anſpruchloſen Lieblichkeit, So wird ihr Leben hier in zartem Bilde Zum Tempel ſtillen Gluͤckes eingeweiht. Lacheſis. Die Scheere kann ich ferner nicht mehr fuͤhren? Denn ſegnen muß ich dich mit Lieb und Luſt, Und ſollt ich auch mein Goͤtteramt verlieren, Ich lege froh dich an des Lebens Bruſt! (Die Parzen vereinen ſich, mit den Blumen die Braut zu bekraͤnzen.) Schutzgeiſt.(Mathilden ihrem Braͤntigam zufuͤhrend.) Bis hierher, Geliebte, Hab ich Dich geleitet