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lichkeit, und Menſchenliebe, die hervorſtechenden Hauptzuge darin. Dies zeigt ſich beſonders in der ſorgfältigen Pflege aller der Kranken, die entweder. der Zufall unter ihr Dach gefuͤhrt hat, oder die als Gäſte von ihnen aufgenommen worden ſind.. Auch hier zeichnen ſich beſonders die Frauen, durch ihr zartes Mitgefühl, und ihre unermuͤdliche Thaͤ⸗ tigkeit aus. Ein noch ruͤhmlicherer Beweis von der Wohlthätigkeit der Einwohner, iſt das große, vor⸗ trefflich eingerichtete Stadthoſpital. Dieſes dient theils fuͤr die Colonialtruppen, theils für die frem⸗ den Seeleute, theils fuͤr alle ſtädtiſche Hülfsbedürf⸗ tige uͤberhaupt.
Fragen wir nach den religisſen Verhaltniſ⸗ ſen, ſo ergibt ſich, daß in Paramaribo, wie in der ganzen Colonie, vollkommene Glaubens⸗ und Kir⸗ chenfreiheit herrſcht. So leben alſo Lutheraner, Reformirte, Herrnhuter, Mennoniten, Catholiken, u. ſ. w., endlich auch deutſche und portugieſiſche Juden, alle in Ruhe und Frieden neben einander, ohne daß die mindeſte Reibung zu bemerken iſt. Die Reformirten halten ihren Gottesdienſt in der lutheriſchen Kirche; ſie verlohren die ihrige, die ſehr ſchoͤn geweſen ſeyn ſoll, bei dem großen Brande bon 1821.


