Jahrgang 
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Gachupines*) belegt. Die Creolen ſind voll Ta⸗ lent, aber weichlich und arbeitsſcheu.

Handwerke, wie die Neger und Mulatten zu treiben, erlaubt ihnen der Stolz nicht. Mit den Spaniern im Handel, u. ſ. w. zu wetteifern, ha⸗ ben ſie weder Capital, noch Kenntniße genug. Sie ſehen ſich alſo auf ſehr geringe, und häufig ziemlich zweideutige Erwerbsmittel beſchräͤnkt. Dagegen ſind die Spanier unſtreitig die erſte, und thätigſte Claße der Bevoͤlkerung. Es haben ſich daher die Vorneh⸗ men, aller anſehnlichen Aemter, aller wichtigen Handelszweige, kurz aller, Ehre und Geld einbrin⸗ gender Geſchaͤfte zu bemächtigen gewußt. Die Ge⸗ ringeren ihrerſeits, verſchmähen kein Handwerk, und kein Gewerbe, ſobald es nur ſeinen Mann ernaͤhrt. Ob ſie es mit farbigen Leuten theilen, iſt ihnen völlig einerlei.

Was die Creolinnen anlangt, ſo zeichnen ſie ſich durch ihre ſchönen Formen, und große Lie⸗ benswuͤrdigkeit aus. Freilich haben ſie nicht das lebhafte Incarnat der Europäerinnen; allein bei der Regelmaͤßigkeit ihrer Zuge, und dem Feuer ih⸗ rer ſeelenvollen, ſchwarzen Angen, trägt ſelbſt ihre

*) Syrich Gatſchupines.