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Vierte Folge.
Eausee
Gine MWochenchronik für Iiteratur, Aunst,
Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Leipzig, am 22. Uovember 1867.
V. Jahrgang.
ſchöne Miſſenſchaften und Geſellſchaft.
. Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Unter der Fremdherrſchaft.
Hiſtoriſche Erzählung von Carl von Keſſel. (Fortſetzung.)
* Die beiden jungen Männer lachten leiſe über die von ihnen ausgeſonnene und ſo glücklich durch⸗ geführte Liſt, als plötzlich ein Licht an einem der Fenſter des Hintergebäudes, vor dem ſie ſich befanden, auftauchte.
„Da iſt das Zeichen,“ rief Thalheim;„geſchwind die Strickleiter— ha, ſehen Sie nur, der Laden des Gartenhauſes iſt bereits geöffnet; ich brauche nur einzuſteigen, um zu den Füßen meiner Emma einige ſelige, langerſehnte Minuten zu vollbringen.“
Georg warf die Strickleiter, die er unter ſeinem
Mantel hervorgeholt hatte, mit ſolcher Gewandtheit
den erſten Wurf feſtkrampte.—„Paſſen Sie gut auf,“ rief ſein Gefährte, indem er behende die Sproſſen hinaufſtieg.
„Und unterlaſſen Sie nicht, auf das erſte War⸗ nungszeichen ſogleich zurückzukehren,“ mahnte Georg ſeinen Freund, der eben im Begriffe ſtand, ſich in das Innere des Gartenhauſes hinabzulaſſen.
„Seien Sie unbeſorgt,“ ſagte dieſer, und ver⸗ ſchwand gleichzeitig vor den Blicken des Verbündeten.
Georg lehnte ſich an einen Pfeiler, ſein Auge und ſein Ohr waren wachſam und mehrere Male wechſelte er ſeine Stellung, um beſſer in die finſtere Nacht hinein lauſchen zu können. Ein dickes Schnee⸗ geſtöber hatte ſich jetzt eingeſtellt und die Flocken ſchlugen dem jungen Manne in's Geſicht.
„In einer ſolchen Nacht war es gerade, als ich das Haus meines Bruders verließ,“ murmelte er, „oder vielmehr,“ ſetzte er hinzu,„als er mir jede weitere Hülfe verſagte und mir mit kalter Härte die Thüre wies. Es war kein angenehmes Gefühl, auf
nach dem Fenſter, daß ſich der Haken derſelben auf dieſe Weiſe aus der Wohnung vertrieben zu werden,


